WIESOPPENHEIMER KERWE: Organisatoren blicken auf harmonisches Wochenende zurück / Traditionelles Buttenrennen am Kerwemontag sorgte für gute Stimmung
Eine „Eingeschworene Gemeinschaft“
Feuchtfröhlicher Wettkampf: Beim Buttenrennen gab es für die Läufer beim Umschütten des Wassers die ein oder andere kalte Dusche. Foto: Ina Pohl
VON INA POHL | Fahnen, Wimpel und Girlanden – Die Straßen in Wiesoppenheim wurden anlässlich der Kerwe wieder bunt geschmückt. Vor dem Rathaus in der Theodor-Storm-Straße tummelten sich auch am Kerwemontag zahlreiche Wiesoppenheimer auf dem Kerweplatz. Ortsvorsteher Peter Rißberger blickte auf ein erfolgreiches und harmonisches Wochenende zurück: „Das Kerwewochenende war einfach toll. Wir hatten super Wetter und viele Besucher, die friedlich miteinander feierten. Vielen Dank auch an die Vereine und die Kerbeborsch für das Engagement. Mittlerweile sind wir alle ein eingespieltes Team.“
Außerdem dankte der Ortsvorsteher und selbst ehemalige Kerbeborsch auch dem Ordnungsamt, die dafür sorgten, dass keine Getränke und Glasflaschen mit auf den Kerbeplatz gebracht wurden. Auch der stellvertretende Ortsvorsteher und ebenfalls ehemaliger Kerbeborsch Holger Kaufhold freute sich über die gelungene Kerwe: „Wir haben 1987 die Kerwe wiederbelebt, nur 2001 ist sie einmal ausgefallen.Insgesamt haben wir nun mit Lukas I. den 32. Kerbeborsch. Es ist schön, dass wir trotz des Altersunterschiedes bei den Kerbeborsch eine so eingeschworene Gemeinschaft sind.“
Gut besuchte Kerwe
Traditionell wurde am Freitag Kerbeborsch Lukas I. mit dem Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr bei seinen Eltern abgeholt und im Anschluss die Kerwe ausgegraben. Nach der Eröffnung am Rathaus sorgten die DJs „FLOBO“ für Partystimmung. Auch die Band „Audiofeel“ sorgte am Kerwesamstag für einen vollen Kerweplatz. Nach dem Festgottesdienst am Sonntag schlängelte sich der Kerweumzug durch die Wiesoppenheimer Straßen.
Für das leibliche Wohl der Besucher sorgten der TuS Wiesoppenheim mit einem Bier- und Essensstand, die Kerbeborsch mit einem Weinstand, Team Eleven und eine Cocktailbar. Auch verschiedene Schausteller waren vertreten, so gab es beispielsweise ein Karussell und einen Schießstand.
Die Teilnehmer wurden vom Publikum mit lautstarken Jubelrufen und viel Applaus angefeuert. Foto: Ina Pohl
Große Gaudi beim Buttenrennen
Am Kerwemontag stand traditionell das Buttenrennen vor dem Rathaus auf dem Programm. Hierbei treten verschiedene Teams, bestehend aus zwei Läufern, gegeneinander an. Die Teilnehmer müssen mit einer Winzerbutte, die mit Wasser gefüllt ist, einen Parcours, bestehend aus einer Wippe, einer „Umschüttstation“ und zwei Trinkstationen, meistern. Dabei muss das Wasser von der Butte des Startläufers in die des Zielläufers geschüttet werden.
Ziel ist es den Parcours so schnell es geht zu absolvieren und so wenig wie möglich Wasser dabei zu verschütten, ansonsten gibt es Strafsekunden. Moderiert wurde der Lauf von Kerbeborsch Lukas I., der zwischendurch immer wieder den Kerweruf anstimmte. Bevor es für die Erwachsenen an den Start ging, durften erst einmal die Kinder, die für ihren Lauf spezielle kleinere Kinderbutten hatten, unter Anfeuerung der Zuschauer zur Startaufstellung. Unter den sechs teilnehmenden Kinderteams konnten sich „Die Unparteiischen“ mit einer Zeit von 2:30 Minuten den Sieg sichern. Im Anschluss hieß es für die Erwachsenen ihre läuferische Leistung unter Beweis zu stellen. Viele der Teams gingen kostümiert an den Start, was beim Publikum für viele Lacher sorgte: „Das machen in den letzten Jahren immer mehr Teilnehmer“, lachte Kaufhold.
Mit viel Jubelrufen und Applaus bestritten die Läufer mit großem Spaß den Parcours, wobei der ein oder andere Wassertropfen leider nicht die Butte traf. Bei den Erwachsenen sicherte sich mit einer Zeit von 1:32 Minuten das „Team Eleven“ den Sieg und somit den Wanderpokal. Nach der großen Gaudi des Buttenrennens und der anschließenden Siegerehrung wurde mit einem Fackelzug und unter „großer Trauer“ die Wiesoppenheimer Kerwe wieder begraben.