Di., 01.09.2026
Die Gratiszeitung für Worms und das Nibelungenland
  • Startseite
  • Sport
  • Termine
  • Stellenmarkt
  • Fr., 24. Oktober 2014, 09:51 Uhr
    Mit der transsibirischen Eisenbahn von Moskau nach Peking

    Eine Fahrt mit der Transsib durch endlose Weite 

    Der Vortrag des KKV Probitas Worms, der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung, über die ab 1891 durch Zar Alexander den III. aus wirtschaftlichen Gründen erbaute transsibirische Eisenbahn durch den pensionierten Oberstudiendirektor Josef Wolf, entführte die gespannten Teilnehmer auf eine Reise mit vielen Wegkilometer, skurrilen Begeben-heiten und wunderschönen Naturerlebnissen von Europa nach Asien. Ausgangspunkt dieser Bahnfahrt nach Osten ist die russische Hauptstadt Moskau mit seinen vielen Sehenswürdigkeiten wie die Basilius-Kathedrale, die durch Stalin gesprengte und in den letzten Jahren wieder neu auf den alten Fundamenten entstandene Christ-Erlöser-Kirche, die mit 72 Pfeilern, Stuckdecken und Kronleuchtern ausgestattete Metrostation und dem roten Platz. Der moderne Zug mit striktem Alkoholverbot während der Reisezeit, führt nach vielen Stationen zu der letzten europäischen Millionenstadt Perm. Hier versahen nach dem zweiten Weltkrieg viele deutsche Kriegsgefangene ihre Arbeit an dem zweispurigen Ausbau der Bahnstrecke der Transsib. Vorbei an den Städten Jekatarinburg, Novosibirsk, durchquert die Bahn Klimazonen, die Landschaft von Sibirien mit flachen Moore, Flüssen, endlose Weiten und die Taiga mit seinen immergrünen Nadelhölzer. Nach 5191 km ist das erste Ziel mit der Stadt Irkutsk am Baikalsee, dem ältesten und tiefsten See der Erde mit der einzigen dort lebenden Süßwasser-Robbenart, der Baikalrobbe, erreicht. Nun heißt es umsteigen und die Fahrt führt nun durch die Mandschurei. An der Grenzstation zu China wird der gesamte Zug auf die richtige Spurbreite umgespurt und es geht weiter vorbei an endlosen Reisfelder, Erdölfelder und an Windkraftanlagen nach Peking. Die Reise endet mit einem Besuch auf dem Platz (am Tor) des himmlischen Friedens und der im 7. Jahr-hundert vor Christus im Kaiserreich erbauten chinesischen Mauer, die größte Grenzbe- festigungsanlage und Weltkulturerbe. Die russische und chinesische Regierung planen den Ausbau der Transsib als Hochgeschwindigkeitsstrecke. Dann wird eine durchgehende Eisbahnverbindung von Moskau nach Peking in zwei Tagen und nicht wie bisher non stop in sieben Tagen möglich sein. Der Abenteuercharakter der sich bei dieser Reise an einigen Stellen ergeben hat, gehört dann auch wie die Betrachtung der endlosen Weite der Vergangenheit an.

    Beitrag aus der Rubrik

    » Aus dem Nibelungenland
    » Worms und Ortsteile
    Anzeige Reifen Mast KN10123Anzeige Platten NOLLAnzeige Online StellenmarktAnzeige VHS
    Anzeige AmtsblattAnzeige TicketshopAnzeige Tip Südhessen
    Anzeige Cecil Cycle KN18256Anzeige Klinikum Worms - Tag der offenen TürAnzeige das Wormser