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  • Di., 19. November 2019, 12:39 Uhr
    HSG Worms: 21:35-Niederlage gegen HSG Eckbachtal

    "Eine Frechheit"

    „Für diese Leistung müssen wir uns bei allen mitgereisten Fans und allen im Verein entschuldigen, dieser Auftritt war eine Frechheit von uns allen“: Mit diesen klaren Worten richtet sich Markus Metzdorf, seit Jahren Kapitän der Oberliga-Handballer der HSG Worms, an alle, die es mit den Wormser Drachen halten. Viele Fans traten die kurze Reise nach Dirmstein an, um die Mannschaft nach dem Erfolg gegen Vallendar im wichtigen Spiel im Kampf um den Klassenerhalt bei der HSG Eckbachtal zu unterstützen.

    Und alle auf der Tribüne wurden geschockt, alle auf dem Feld wurden vorgeführt. Mit 21:35 (11:16) gingen die Wormser Drachen beim Tabellenvorletzten unter, was für Fassungslosigkeit im Lager der HSGler sorgte.  Die sportliche Leitung um Maximilian Noss (Herren gesamt) und Marco Palzer (Herren 1) kommentieren schonungslos: „Hier sollten sich einige hinterfragen ob ihnen wirklich bewusst ist, um was es hier geht. Das war ohne Wille, ohne Kampf. In so einem wichtigen Spiel kannst du nicht so dermaßen versagen, jetzt sind die Punkte gegen Vallendar quasi nichts mehr Wert – sowohl tabellarisch als auch in Punkto Mentalität.“

    Dass die HSG keinen guten Tag erwischte, zeichnete schon in den Anfangsminuten des Duells zweier Tabellennachbarn ab. Die Gäste wirkten grundlos hektisch und teils übermotiviert. Das hatte Fehlwürfe und leichte Ballverluste zur Folge, die Eckbachtal schnell mit Gegentreffern bestrafte. Bereits nach sechs Spielminuten lagen die Gäste mit 1:5 zurück. In der 8. Spielminute war die HSG nach zwei Siebenmetertoren von Julius Herbert dann erstmalig aus dem Spiel heraus erfolgreich – und legte in den weiteren Minuten einen kleinen Zwischenspurt hin. So waren die HSGler in der 18. Spielminute drauf und dran den Ausgleich zu erzielen.

    Kopf- und planlos
    Doch nach dem 9:10-Anschlusstreffer durch Janis Hafer nahm Eckbachtal eine Auszeit. Bis zur Pause zogen die Hausherren dann gegen in der Offensive immer wieder kopf- und planlos agierende Wormser auf 11:16 davon. Auch auf die sonst so sichere Abwehr konnte sich HSG-Trainer Marco Tremmel nicht verlassen. Noch dazu konnten weder Adrian Taday, noch Torwart-Comebacker Thomas Elgert, viele Bälle halten. Die beiden wurden schlichtweg von ihrer Abwehr alleine gelassen. Und genau dieses Problem sollte sich nach dem Seitenwechsel noch dramatisch verschärfen. . .

    Trotz klarer Ansagen von Trainer Marco Tremmel in der Halbzeitpause legte die HSG auch in Halbzeit zwei einen brutalen Fehlstart hin. Bereits in der 38. Spielminute war jede Hoffnung auf etwas Zählbares dahin, lag die Mannschaft doch mit 12:23 hinten. Eine Fehleranalyse verbittet sich mit Blick auf diese Phase und die gesamte zweite Halbzeit. Denn die Mannschaft stellt schlicht und einfach das Handballspielen ein. Eckbachtal spielte sich in einen Rausch und führte die Wormser Drachen phasenweise vor. Der Schlusspfiff glich im Wormser Lager einer Erlösung. „Wir haben uns in der Halbzeit ganz andere Dinge vorgenommen. Aber das Ergebnis ist vernichtend und bitter“, resümierten Maximilian Noss und Marco Palzer.
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