Weiteres Ölgemälde von Herta Mansbacher vom Jüdischen Museum erworben
Eine künstlerisch äußerst begabte Frau
Das Jüdische Museum im Raschi-Haus konnte ein weiteres Ölgemälde von Herta Mansbacher erwerben, das ab Mitte März gezeigt wird. Foto: Stadtarchiv/Jüdisches Museum
Die aus Darmstadt stammende, bekannte jüdische Wormser Lehrerin Herta Mansbacher (1885-1942), die die NS-Gewaltherrschaft nicht überlebte, war neben ihrer Arbeit als engagierte Pädagogin und Chronistin der ab 1933 erzwungenen Abwanderung der Wormser jüdischen Bürgerinnen und Bürger auch eine künstlerisch äußerst begabte Frau. Davon zeugen drei im Jüdischen Museum im Raschi-Haus in Worms befindliche Ölgemälde aus den Jahren 1910 bis 1920. Dem Museum gelang es nun, ein weiteres, sehr gut erhaltenes, aufwendig gerahmtes Gemälde aus dem Jahre 1908 zu erwerben. Es zeigt eine Ansicht von Kreuzwertheim am Main (von Wertheim aus gesehen). Seit 1907 unterrichtete Herta Mansbacher an der Westendschule, bevor sie durch das NS-Regime 1933 entlassen und für die neue jüdische Bezirksschule tätig wurde. Das Kunstwerk wird ab Mitte März im Jüdischen Museum gemeinsam mit dem letzten Erwerb eines Gemäldes (2017) gezeigt. Näheres über das künstlerische Wirken von Herta Mansbacher ist bislang nicht bekannt, es besteht aber immer die Hoffnung, dass noch weitere Werke aus Privatbesitz und neue biographische Daten und Fakten bekannt werden.