INFORMATIONSAUSTAUSCH: Wormser Frauennotruf überlegt Engagement in Alzey / SPD, FWG und Grüne unterstützen Anliegen
Eine neue Zukunft für Frauenzentrum in Alzey?
Von links: Beim Frauennotruf Worms tauschten sich Kathrin Anklam-Trapp (SPD), Diplom-Psychologin Regina Mayer, Ute Klenk-Kaufmann (FWG) und Elisabeth Kolb-Noack (Grüne) über den erhofften Erhalt des Alzeyer Frauenzentrums aus.
Dass der Verein Hilfen für Mädchen und Frauen e.V. Alzey – auch bekannt als Frauenzentrum Hexenbleiche – bei der Vereinsfrauenversammlung im Juli beschlossen hatte, sich aufzulösen, kam für den Frauennotruf in Worms nach eigenen Angaben überraschend. „Wir möchten für Alzey gerne einen Neuanfang wagen“, begrüßte Diplom-Psychologin Regina Mayer das von Kathrin Anklam-Trapp (SPD), Ute Klenk-Kaufmann (FWG) sowie Elisabeth Kolb-Noack (Grüne) initiierte Gespräch in den Räumen des Wormser Frauennotrufes. Als Gäste nahmen auch Landrat Heiko Sippel und Dr. Vera Lanzen, Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Alzey Worms, an einem ersten Informationsaustausch teil.
„Positive Signale"
Erklärtes Ziel ist es, Alzey als Standort für eine flächendeckende Beratung für Frauen in Not zu erhalten. „Hier erhalten viele Frauen Hilfe“, befand Kathrin Anklam-Trapp als Vorsitzende der SPD-Fraktion im Kreistag Alzey-Worms. „Uns ist es auch wichtig, dass sich Opfer in unserer Region frei entscheiden können, ob sie sich in Alzey oder Worms beraten lassen“, ergänzte ihre FWG-Kollegin Ute Klenk-Kaufmann einen weiteren Aspekt. „Vom Land haben wir positive Signale“, erzählte Regina Mayer von einer ersten Kontaktaufnahme bezüglich der bisherigen Landesfördermittel für das Frauenzentrum Hexenbleiche. „Also verfolgen wir unser Ziel Schritt für Schritt weiter“, so die Expertin weiter. Allerdings nur unter der Voraussetzung, dass bei einem Engagement des Wormser Frauennotrufes in Alzey am Ende nicht der eigene Standort in finanzielle Schieflage gerate. Gut vorbereitet präsentierte Mayer zudem bereits direkt eine vorläufige Kostenkalkulation. Ein großes Manko brachte Landrat Heiko Sippel auf den Punkt: „Dass, was wir hier tun, gilt leider ausschließlich als freiwillige Leistung“. Ungeachtet dessen sei zunächst eine Interimslösung und später dann eine dauerhafte Lösung für das Frauenzentrum in der Volkerstadt anzustreben. „Unsere drei Fraktionen werden die Zukunft unseres Frauenzentrums im Kreistag einbringen und sie auf ihrem Weg gerne weiterhin begleiten“, so Elisabeth Kolb-Noack abschließend.