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  • Di., 27. August 2013, 15:11 Uhr
    Beeindruckt von der Vielfalt kehrte eine Klettergruppe der DAV-Sektion Worms zurück

    Eine Reise durch den Vercors in den französischen Westalpen

    Das Gebirgsmassiv Vercors liegt in Süd-Ost Frankreich in den Westalpen, südlich von Grenoble. Neben Felskletterei in allen Schwierigkeitsstufen bietet es noch viele andere bergsportliche sowie landschaftliche Attraktionen. Beeindruckt von der Vielfalt an Möglichkeiten und dem Vorhaben, zwei der höchsten Berge der Region, den Mont Aiguille (2087m) und den Grand Veymont (2341m) zu besteigen, entschied man sich dieses Gebiet als Ziel der diesjährigen Jugendgruppenfahrt des DAV Sektion-Worms kennen zu lernen. Organisiert und betreut von den Jugendgruppenleitern Simon Grünewald und Sophie Einsiedel sowie dem Trainer Jens Hansen.

    Der voll besetzte und beladene Neun-Sitzer-Bus war die ersten vier Tage das fahrende Zuhause. Ein erster Stopp war in den Südvogesen, wo die „La Martinswand“ erklettert und am nächsten Tag die Aussicht auf dem Grand Ballon (1424 m), dem höchsten Berg der Vogesen genossen wurde. Weiter ging es in die Zielregion Vercors an den Lac Monteynard und zum Bergfuß des Mont Aiguille. Dank des guten Wetters konnte man die ersten drei Nächte ungestört unter klarem Sternenhimmel übernachten. Den Bus packen und exakt um 8:15 Uhr hieß es, den Gipfelsturm des Mont Aiguille zu starten. Nach zwei Stunden Zustieg begann der spannende Teil der Tour: Gurt und Helm zum Schutz vor Steinen anziehen und mit drei Seilschaften zum Mehrseillängenklettern in die Wand einsteigen. Die Kletterrouten mit Felsspalten und Klettersteigpassagen führten nach weiteren fast fünf Stunden auf den Gipfel, der auf allen Seiten mit 250 bis 300 m hohen  Felswänden steil abfällt.

    Glücklich es geschafft zu haben und mit Essen gestärkt, galt es  einen Teil der 950 zurückgelegten Höhenmeter wieder ab bis zum Bus zu wandern. Das Wetter machte leider in den folgenden zwei Tagen einen Strich durch die Rechnung und die Regenlöcher wurden mit kleinen Wanderungen und aufregender Erkundung einer weit verzweigten Höhle, in die man nur kriechend hineinkam ausgefüllt. Die letzten zwei Tage konnten wieder zum Klettern im Hochgebirge und einem  fantastischem Blick auf einen erfrischenden Bergsee und zur Besteigung des Grand Veymont genutzt werden.

    Mit dem „Fête de Bleu“ (Fest des Blauschimmelkäses) im Ort Gresse-en-Vercors gab es zusätzlich ein Stück französische Kultur. Es gab kulinarische Spezialitäten, Handwerkskunst und sportliche Mitmachangebote, bei denen so mancher aus der DSAV-Gruppe sein Können auf der Slackline oder beim Bogenschießen unter Beweis stellen konnte. Besonders positiv ist uns während des gesamten Aufenthalts die Gastfreundschaft der Franzosen aufgefallen, die , egal ob Betreiber des Campingplatzes, Hirte oder Anwohner, immer hilfsbereit und freundlich waren. Au revoir Vercors – Auf ein Wiedersehen“, so Sophie Einsiedel.
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