Sa., 29.08.2026
Die Gratiszeitung für Worms und das Nibelungenland
  • Startseite
  • Sport
  • Termine
  • Stellenmarkt
  • Mo., 16. November 2015, 16:23 Uhr
    Campingplatz am Nachtweideweiher in Bobenheim-Roxheim scheitert am Naturschutz

    Eine unendliche Geschichte

    Nachdem die lange Suche nach einem Standort für einen Campingplatz in Worms ohne Erfolg blieb, setzte man im Wormser Rathaus Hoffnungen auf eine Zusammenarbeit mit dem südlichen Nachbarn, der Gemeinde Bobenheim-Roxheim. Dort gab es Überlegungen, am Nachtweideweiher eine Anlage zu errichten. Die Stadt Worms hatte in Gesprächen zwischen Oberbürgermeister Michael Kissel und Bürgermeister Michael Müller dafür ihre Bereitschaft zu einer Zusammenarbeit auf der touristischen Ebene signalisiert. Umso enttäuschter war OB Kissel, als er jetzt von seinem Bobenheim-Roxheimer Amtskollegen Müller erfahren musste, dass das Projekt dort auf lange Sicht als planungsrechtlich nicht umsetzbar bewertet werden musste. Hintergrund ist die Ausweisung des vorgesehenen Gebietes als Vorranggebiet für den Naturschutz und die Landschaftspflege. Der Konflikt ist raumordnungsrechtlich nicht lösbar und ein Campingplatz so nicht realisierbar. „Diese Nachricht aus Neustadt bedauere ich sehr“, so der Bobenheim-Roxheimer Bürgermeister Michael Müller (SPD).

    Oft sind die Elemente, die einen Platz zum attraktiven Campingplatzstandort machen, die gleichen, die Konflikte mit anderen Zielen auslösen. „Wir müssen damit zurechtkommen, dass es in Worms unmöglich ist, einen geeigneten Standort für einen Campingplatz zu finden, der nicht an konkurrierenden Belangen, vom Hochwasserschutz über den Artenschutz bis zum Schutz der Landschaft scheitert“, resümiert Volker Roth, Bereichsleiter Stadtentwicklung in Worms, der seit vielen Jahren eine Lösung für diesen Konflikt suchte.

    Dem schließt sich Oberbürgermeister Michael Kissel an: „Das ist für die Stadt Worms, die mangels gewerblicher Entwicklungsflächen auf den Wirtschaftszweig Tourismus setzen könnte, eine weitere Belastung ihrer Entwicklungschancen. Ich bin überzeugt, dass bei einer Zusammenarbeit für beide Gemeinden wirtschaftliche Synergien im Tourismus erreicht worden wären.“ Schon Kissels Amtsvorgänger Gernot Fischer hatte Standortuntersuchungen in Auftrag gegeben. Geprüft wurden Flächen im ganzen Stadtgebiet, vom ehemaligen Freizeitgelände der US-Army im Norden über Gelände am Badeweiher bei Herrnsheim, am Friedrichsweg und am Adlerberg im Süden der Stadt. In einer Machbarkeitsstudie von 2007 erschien dem Gutachter die Fläche der Stadtgärtnerei an der Carl-Villinger-Straße geeignet, für die Rat und Verwaltung aber höherwertige Nutzungen planen, wie erst kürzlich berichtet.

    Beitrag aus der Rubrik

    » Aus dem Nibelungenland
    Anzeige Reifen Mast KN10123Anzeige Platten NOLLAnzeige Online StellenmarktAnzeige VHS
    Anzeige das WormserAnzeige Tip SüdhessenAnzeige Cecil Cycle KN18256
    Anzeige Klinikum Worms - Tag der offenen TürAnzeige TicketshopAnzeige Amtsblatt