Vielseitige Ausstellung zu Agathe Sander beim Kunstverein eröffnet
Eine viel zu bescheidene Wormser Künstlerin
Die Vernissage zum Werk der Wormser Künstlerin Agathe Sander am Sonntag im Kunstverein zeigte zum einen ein sehr vielseitiges Werk. Zum anderen dokumentierte die überbordende Besucherfülle die Spuren, die die in Breslau, Krefeld, Dresden und Mainz ausgebildete Künstlerin in den Herzen ihrer Wegbegleiter und Schüler hinterlassen hatte. Am 25. Dezember 2016 wäre sie 100 Jahre alt geworden. Viele Besucher hatten ihre Sander-Gemälde als Leihgaben zur Verfügung gestellt. Ein Besucher erinnerte mit einem mitgebrachten Foto an ein mittlerweile verlorenes Mosaik Sanders an der Hauswand einer Neuhausener Pflegeeinrichtung. Auch zwei der für das Theater gestalteten schwarz-weißen Stand-Aschenbecher demonstrierten Sanders Wirken für Kunst am öffentlichen Bau. Die 1916 geborene Künstlerin, die von 1951 bis zu ihrem Tode 1998 in Worms lebte, spiegelte in ihrem Werk außerdem Einflüsse von Cezanne, Macke, Klee, van Gogh oder dem Bauhaus wider, wie Kurator Dr. Olaf Mückain hervorhob. Ein eigenes „Markenzeichen“ vermisse man bei Sander, die sich stets viel zu bescheiden gegeben habe. Die Ausstellung ist noch bis 12. März zu den Öffnungszeiten des Kunstvereins zu sehen. Text/Foto: Regina Urbach