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  • Sa., 19. Januar 2019, 15:29 Uhr
    Der Neujahrsempfang in Worms-Horchheim fand in stilvollem Rahmen und mit reger Bürgerbeteiligung statt

    Eine Weltmeisterin und zu viele SUVs

    Den Abschluss des Neujahrsempfangs bildete die Überreichung der Ehrenteller. Im Mittelpunkt hier Nina Stepp in der Bildmitte mit dem dunklen Hosenanzug, dem Ehrenteller und einem Blumenstrauß. Foto: Gernot Kirch


    Von Gernot Kirch Der Horchheimer Ortsvorsteher Volker Janson (SPD) hatte am Freitagabend zum Neujahrsempfang in den Gustav-Adolf-Saal in der Oberen Hauptstraße geladen. Viele Bürger des Stadtteils folgten der Einladung, sodass der Saal bis auf den letzten Platz gefüllt war, ja, einige Besucher erhielten gar keinen Sitzplatz mehr, sondern standen. Doch dies tat der positiven und heiteren Stimmung keinen Abbruch.

    Den Auftakt der Veranstaltung bildeten die Sternsinger mit ihrem Beitrag. Danach gab die Chorgemeinschaft eine erste Kostprobe ihres Könnens. Im Laufe des Abends sollten sie noch weitere Lieder singen und so dem Abend einen würdigen, stilvollen Rahmen geben.

    Abschluss der Sanierungsmaßnahmen

    Ortsvorsteher Volker Janson (SPD) verlieh zu Beginn seiner Rede der Hoffnung Ausdruck, dass die Sanierungen am Schulstandort Horchheim im Jahr 2019 ihren Abschluss finden. Als positive Neuerung sprach er die verlängerten Öffnungszeiten in der Ortsverwaltung an. So stehe diese nun an fünf Tagen in der Woche für die Belange der Bürger zur Verfügung.

    Neubaugebiet und Radweg

    In seinem Ausblick auf das Jahr 2019 nannte Volker Janson zunächst den Bau der neuen Turnhalle für den TV Horchheim. Hier werde die Stadt Worms 20 Prozent der Kosten übernehmen. Ein wichtiger Schritt für die Attraktivität des Stadtteils sei auch der geplante Bau des Gesundheitszentrums im Ortskern. Die Abrissarbeiten an der alten Bausubstanz hätten bereits begonnen.

    Als ein weiters zentrales Anliegen in 2019 sei es, so der Ortsvorsteher, den Aufstellungsbeschluss für das Neubaugebiet HOR 18 auf den Weg zu bringen, da die Nachfrage nach den Baugrundstücken schon jetzt sehr groß sei. Auch gelte es, den Ausbau des Radwegs im Eisbachtal gemäß des Mobilitätskonzeptes der Stadt Worms zu realisieren.

    Ein Wunsch für 2019 sei es, dass in Horchheim, ähnlich wie in Pfeddersheim, ein Trupp installiert werde, der für Sauberkeit im Stadteil sorge. Hier seien schon Gespräche mit dem Sozialdezernenten und dem Jobcenter geführt worden.

    Den Schulweg zurückgeben

    Der Sozialdezernent der Stadt, Waldemar Herder, überbrachte die Glückwünsche aus dem Rathaus für das gerade begonnene Jahr. Mit dem Gesundheitszentrum stelle Horchheim die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft, so Waldemar Herder. Sehr positiv sei auch der für dieses Jahr geplante Abschluss aller Sanierungsmaßnahmen am Schulstandort. Hier bemängelte der Sozialdezernent allerdings, dass morgens und mittags zu viele SUVs der Eltern vor der Schule stehen würden, dass kaum noch ein Durchkommen sei. Waldemar Herder wünschte sich diesbezüglich, dass die Eltern den Kindern wieder den Schulweg zurückgeben. Es gehöre zur Schule dazu, dass die Buben und Mädchen gemeinsam zum Unterricht laufen. Er brachte es mit folgenden Worten auf den Punkt: „Jeder SUV, der nicht vor der Schule steht, ist ein guter SUV.“ Den Schlusspunkt seiner Rede bildete die Aufforderung, in diesem Jahr zur Kommunal- und Europawahl  zu gehen und die Stimme abzugeben und das Feld nicht den Populisten zu überlassen.

    Nina Stepp und der Brauchtumsverein

    Am Ende des offiziellen Teils des Neujahrsempfangs standen zwei Ehrungen. Den ersten Ehrenteller erhielt die 38-jährige Nina Stepp, die mit den Quartett des Deutschen Tennisbundes im Jahr 2018 die Goldmedaille bei der Mannschaftsweltmeisterschaft der Jungseniorinnen gewann. Die Titelkämpfe fanden in Florida statt und der Gegner hieß USA. In seiner Laudatio berichtete Ortsvorsteher Volker Janson, dass Nina Stepp die Tochter des ehemaligen Wormatia-Spielers Gerd Dier sei. Bereits mit sieben Jahren habe Nina Stepp das Tennis spielen in Pfiffligheim erlernt, sich im Alter von 17 Jahren aber gegen ein Profikarriere entschieden. Nun habe es ein verspätetes Happyend für die Sportlerin des TC Bürgerweide gegeben. Sie sei verheiratet und habe eine kleine Tochter von drei Jahren. Mit einem strahlenden, sympathischen Lächeln nahm die Tennisspielerin den Ehrenteller aus den Händen von Volker Janson entgegen.

    Der zweite Ehrenteller ging an den Horchheimer-Brauchtumsverein, der im Jahr 2016 gegründet wurde. Der Verein erfülle, so der Ortsvorsteher, vielfältige Aufgaben, zu denen unter anderem die Organisation von Kerb, Weihnachtsmarkt, des Sommertages sowie des Fastnachtsumzuges gehöre.

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