Do., 11. November 2021, 13:05 Uhr
MARTINSKIRCHE: Feierlichkeiten zu Ehren des Hl. Martin am 13. und 14. November
„Eine wichtige Station"
Nur zwei Städte in Deutschland können sich rühmen, dass sich der historische heilige Martin tatsächlich mit einiger Sicherheit dort aufgehalten hat: nämlich Worms und Trier. Hier, in der „Stadt der Vangionen“, so erzählt schon die früheste Lebensbeschreibung des Heiligen, habe Martin im Jahr 356 vor dem Kaiser seinen Militärdienst quittiert und die Waffen niedergelegt, weil er fortan nur noch Christus als seinem einzigen Herrscher dienen wolle. In der Wormser Martinskirche wird der Heilige Martin daher seit über tausend Jahren als Patron besonders geehrt. Der Überlieferung nach ist die Kirche genau über jenem Kerker errichtet, in den der römische Kaiser den heiligen Martin einsperren ließ. „Der hl. Martin ist insofern schon ein besonderes ‚Alleinstellungsmerkmal‘ für Worms. Wir sind mit der Martinskirche eine wichtige Station an der ‚Via Sancti Martini‘, dem Martinsweg, der von Ungarn bis nach Frankreich entlang der wichtigen Lebensstationen des Heiligen führt.“, erläutert Propst Tobias Schäfer.
Die Feier des Patroziniums beginnt am kommenden Samstag, dem 13. November, um 17 Uhr, mit einer Vesper, in der in diesem Jahr Pfarrer Christian Rauch aus Lampertheim die Festpredigt übernimmt. Aufgrund der steigenden Coronazahlen verzichtet die Gemeinde auf die anschließende Lichterprozession durch die Stadt; stattdessen wird zu einer Begegnung im Innenhof hinter der Martinskirche am Martinsfeuer eingeladen. Der Kirchenmusikverein Pfeddersheim sorgt für musikalische Umrahmung. Ein weiterer Höhepunkt der Feierlichkeiten ist am Sonntag, dem 14. November, um 10.30 Uhr, das Festhochamt zum Patrozinium, das der Martinschor unter Leitung von Daniel Wolf mitgestalten wird.