Mo., 27. Mai 2024, 11:07 Uhr
ÖPNV: Offenkundig auch der Fernverkehr über Worms betroffen
Eingeschränkter Bahnverkehr
Weil es weiterhin – krankheitsbedingt – an Fahrdienstleiterpersonalen für das Stellwerk Ludwighafen mangelt, hat die DB InfraGo die Notwendigkeit erneuter Angebotsreduzierungen mitgeteilt. Um die Arbeitsbelastung der verbliebenen Personale zu senken, muss die Anzahl der betrieblichen Handlungen im Stellwerk Ludwigshafen reduziert werden. Dadurch werden auch kommende Woche die Angebote im SPNV, aber nach den vorliegenden Erkenntnissen ebenfalls im Fernverkehr gekürzt. Ziel ist es, die dann noch vorgesehenen Zugfahrten durch den zentral gelegenen Knoten Ludwigshafen auch durchführen zu können.
Die Planer der DB Regio Mitte erarbeiten zur Stunde die Notkonzepte. Dies schließt ein, dass alle Fahrzeug- und Personaleinsätze in äußerst aufwendiger Komplexität komplett umgestellt werden müssen.
ZÖPNV Süd fordert Anschlusssicherung
Es zur Stunde u.a. davon auszugehen, dass die zweistündlichen Züge der Linie RE 14 sowie die Züge der S 6, die von und nach Worms/Mainz in Mannheim enden und nicht nach Bensheim durchgebunden sind, zwischen Worms und Mannheim entfallen. Dies dürfte dann einen Stundentakt zwischen Worms und Mannheim bedeuten. DB Regio prüft, ob im Ausfallabschnitt, zumindest zwischen Worms oder Bobenheim und Ludwigshafen Busse verkehren können. Der Verkehr zwischen Mainz und Worms ist hierdurch, Stand heute, nicht beeinträchtigt. Zur Sicherstellung der Reiseketten hat der ZÖPNV Süd explizit die Anschlusssicherung in Worms eingefordert.
Diese Angaben sind jedoch nur eine Momentaufnahme der Überlegungen und sollen zunächst den Kunden der groben Orientierung dienen. Die DB Regio Mitte strebt an, schon am heutigen Abend die ausfallenden Zugleistungen in der Online-Auskunft sichtbar zu machen.
Mögliche Auswirkungen auf Worms
Fernverkehrsreisende sollten prüfen, ob die wenigen in Worms haltenden Züge planmäßig verkehren oder – dann ohne Halt – über die Riedbahn umgeleitet werden.
Auswirkungen auf die Platzkapazitäten
Wegen der Ausfälle in allen drei Netzen (S-Bahnen Linien 1-4 sowie S 6 und dem SÜWEX-Netz) sind die Fahrzeugumläufe gewissermaßen gestört. Es kann deshalb zu Kapazitätsengpässen durch zu wenig Sitzplätze kommen.
Eine ergänzende abschließende Anmerkung: Die Geschäftsstelle des ZÖPNV steht mit DB Regio Mitte und DB InfraGo im kontinuierlichen engen Austausch. „Wir werden über die Dauer und mögliche Anpassungen des Notkonzeptes informieren, sobald belastbare Angaben darüber vorliegen, wie umfangreich die Kürzungen sein müssen und wie lange mit dem Personalengpass zu rechnen ist“, so Fritz Engbarth, Stellvertretender Verbandsdirektor des
Zweckverbandes Öffentlicher Personennahverkehr Rheinland-Pfalz Süd (ZÖPNV Süd).