Di., 11. Februar 2020, 05:25 Uhr
Arbeitskreis „Soziales“ der Wormser CDU: Besuch im Waldorf-Kindergarten
„Einrichtung muss erhalten bleiben!“
Der Arbeitskreis „Soziales“ der Wormser CDU besuchte auf Vermittlung von Michael Mohrdiek den Waldorf-Kindergarten in Worms-Neuhausen. Von der Leiterin Susanne Wienecke-Rüb wurden sie herzlich begrüßt und zunächst mit der pädagogischen Konzeption des Waldorfkindergartens „Schneeweißchen und Rosenrot“ vertraut gemacht. Rudolf Steiner, der Begründer der Waldorf-Idee, hat seine Philosophie kurzgefasst: „Das Kind in Ehrfurcht empfangen, In Liebe erziehen und In Freiheit entlassen!“
Die Eltern in Worms, die ihre Kinder ganz bewusst im Sinne Rudolf Steiners groß werden lassen wollen, müssen allerdings jeden Monat ihren finanziellen Beitrag leisten. Der zum Kreis der freien Wormser Trägervereine gehörende „Waldorfpädagogik Worms e. V.“, von einer kleinen Gruppe engagierter Menschen gegründet, braucht dieses Geld. Die staatlichen Zuschüsse für Kindertagesstätten reichen bekanntlich bei weitem nicht aus, um den Betrieb aufrecht zu erhalten. Die Kindertagesstäten freier Träger müssen einen eigenen Beitrag leisten. Auch in Zukunft sind alle Einrichtungen von der kommunalen Unterstützung dringend angewiesen, um überhaupt weiter existieren zu können.
Zuschüsse sollen halbiert werden
Nachdem nunmehr bekannt wurde, dass die rheinland-pfälzische Landesregierung mit einem überarbeiteten neuen Gesetz zu den Kindertagesstätten ihre Zuschüsse zu den Personalkosten quasi halbieren werden wird, sind die freien Träger völlig ratlos. Sollen sie – zum Beispiel über Kürzung der Zuschüsse durch die Landersregierung – ihre Existenzmöglichkeit verlieren?
Marion Hartmann und Raimund Sürder, beide Mitglied im Wormser Stadtrat, zeigten sich äußerst beeindruckt von der sehr qualifizierten Erziehungsarbeit im Wormser Waldorf-Kindergarten. „Diese Einrichtung muss unbedingt erhalten und unterstützt werden!“ – so die einhellige Meinung! Das Gesetz wird aber die zu zahlenden Elternbeiträge in die Höhe treiben, so dass die Kindertagesstätten freier Träger nicht mehr weiter so betrieben werden können.
Marion Hartmann und Raimund Sürder werden mit der Wormser Landtagsabgeordnete Stephanie Lohr (CDU) darüber ein Gespräch führen. Zudem wollen sie auch den Kontakt mit dem Wormser Sozialdezernenten Waldemar Herder aufnehmen, um nach Möglichkeiten zu suchen, die ein Überleben aller freier Trägern nach dem neuen Gesetz zu den Kindertagesstätten zu ermöglichen.