Di., 08. September 2020, 19:58 Uhr
FLÖRSHEIM-DALSHEIM: FWG begrüßt das Ergebnis der Machbarkeitsstudie zum Dorfgemeinschaftshaus
Einrichtung zu einer neuen Ortsmitte entwickeln
Am 1. September wurden dem Ortsgemeinderat Flörsheim-Dalsheim und der interessierten Bürgerschaft die Ergebnisse der beauftragten Machbarkeitsstudie durch die freie Architektin Christiane Jeromin aus Bobenheim-Roxheim vorgestellt. Im Rahmen dieser Studie durch das Fachbüro sollte geprüft werden, inwieweit die Einbindung bzw. Erhaltung des bestehenden Dorfgemeinschaftshauses bautechnisch als auch wirtschaftlich sinnvoll ist. Die vorgestellten Untersuchungsergebnisse bestätigten dabei weitgehend den Eindruck, den die – in die Jahre gekommene – Immobilie jeder Bürgerin und jedem Bürger vermittelt. Die unterschiedlichen Ebenen mit einer schlechten Raumstruktur erschweren dabei ebenso eine zukünftige Nutzung, wie die fehlende Barrierefreiheit. Die aktuellen energetischen Anforderungen kann die vorliegende Bausubstanz ebenso nicht erfüllen.
Insoweit ist es wenig verwunderlich, dass die beiden Vertreterinnen des Fachbüros eine Einbindung der vorhandenen Baulichkeiten in eine zukünftige Neugestaltung als nicht empfehlenswert eingeordnet haben. Eine Ausnahme, nach deren Einschätzung, stellt lediglich der Saal dar, der jedoch im Bereich der Dachkonstruktion und dem Keller mit Feuchtigkeitseintritten hohe Risiken bei einer künftigen Einbindung birgt. Das Höhenniveau zur Straße würde darüber hinaus eine barrierefreie Nutzung deutlich erschweren.
Zwei vorgestellte Varianten einer möglichen Neuplanung
Eine grobe Kostenschätzung für zwei vorgestellte Varianten einer möglichen Neuplanung unter Einbindung des Saals im Vergleich mit einem kompletten Neubau liefert dabei weitere Argumente für einen kompletten Abriss der Altimmobilie. Dabei muss auch gesehen werden, dass ein kompletter Neubau ohne Einschränkungen, ausschließlich orientiert am künftigen Bedarf und unter Ausnutzung der vorhanden Grundstücksfläche erfolgen kann. Die FWG Flörsheim-Dalsheim hatte bereits in der Vergangenheit, vor dem Hintergrund der schwierigen Verpachtungssituation mit dem folgenden Leerstand der Gaststätte eine Diskussion um die künftige Nutzung und einer möglichen Neugestaltung des Dorfgemeinschaftshauses in der Gemeinderatsitzung am 14. Oktober angeregt.
Nach Auffassung der FWG sollten sich die Ortsgremien unter Einbindung der Bürgerinnen und Bürger in einer ergebnisoffenen Diskussion über die künftige Nutzung der dann entstehenden Freifläche beschäftigen, wobei man hier auch den vorgesehenen Architektenwettbewerb ausdrücklich begrüßt, um konzeptionell moderne und zweckmäßige Lösungen zu arbeiten.
Hervorragende Potentiale
Im Grundsatz sollte die neu entstehende Freifläche und ein multifunktionales Gebäude die Anforderungen einer modernen Ortsgemeinde als Begegnungs- und Bewegungsstätte erfüllen und Räume für das Vereinsleben, Familienfeste und kleinere Veranstaltung aber auch eine Freifläche zur Erholung bieten. „Hier bieten sich nach Einschätzung der FWG hervorragende Potentiale um die entstehende Freifläche gemeinsam mit einer angrenzenden Fläche, im Eigentum der Verbandsgemeinde Monsheim, sowie die entstandene nördliche Nachbarschaftsfläche, die bereits in der vorherigen Legislaturperiode durch die Ortsgemeinde erworben und das Gebäude zwischenzeitlich abgerissen wurde, zu einer neuen lebendigen Ortsmitte für unsere Doppelgemeinde zu entwickeln“, merkt die Freie Wählergemeinschaft an.
Eine Abstimmung der anstehenden Sanierungsmaßnahmen im Rathaus im Ortsteil Niederflörsheim muss nach Meinung der FWG Flösheim-Dalsheim ebenso erfolgen. Räumlichkeiten der Ortsverwaltung als auch ein neuer Ratssaal lassen sich problemlos in einem Konzept für ein neues Dorfgemeinschaftshaus integrieren. Somit muss die kostenintensive Herstellung von neuen Räumlichkeiten und Nutzungsmöglichkeiten im historischen Rathaus nochmals kritisch hinterfragt und auf den Prüfstand gestellt werden.
Die FWG hat bereits in der Vergangenheit die historische Chance aufgezeigt, das neue Dorfgemeinschaftshaus als eine Einrichtung der Begegnung und Bewegung zu einer neuen Ortsmitte zu entwickeln. „Gerne unterstützen wir gemeinsamen mit den Bürgerinnen und Bürgern sowie den zuständigen Ortsgremien den anstehenden Planungsprozess“, so die FWG.
„Auch wenn viele Themen, wie beispielsweise der Finanzierungsrahmen, noch offen sind, so bietet sich hier eine einmalige Chance die Zukunft unserer Weinbaugemeinde mit Tradition fortzuschreiben und neu zu gestalten. Sicher dabei ist aber bereits jetzt, dass auf die Ortsgremien und die interessierten Bürgerinnen und Bürger viel Arbeit aber auch kreative Möglichkeiten zukommen werden. Die Ergebnisse der vorgestellten Machbarkeitsstudie zeigen dabei bereits eindeutig in die richtige Richtung“, erklärt Fraktionssprecher Uwe Schmidt, FWG, abschließend.