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  • Do., 12. Januar 2017, 14:10 Uhr
    75. Geburtstag – 60. Ehrenamtsjubiläum: Heiner Boegler spendet dem Projekt „Soziale Stadt” 2.105 Euro

    Einsatz für Bedürftige und soziales Engagement statt Egoismus

    Heiner Boegler freut ich mit den Akteuren der „Sozialen Stadt” in der Boosstraße bei der Spendenübergabe über die hervorragende Entwicklung des Quartiers im Wormser Süden. Foto: Steffen Heumann


    VON STEFFEN HEUMANN „Es ist ein schönes Signal, dass es Menschen gibt, die gerne teilen”, würdigte Sozialdezernent Waldemar Herder das Engagement von Heiner Boegler, der aus Anlass seines 75. Geburtstages und seines 60. Ehrenamtsjubiläums auf Geschenke verzichtet hatte und stattdessen den stattlichen Betrag von 2.105 Euro dem Projekt „Soziale Stadt” in der Boosstraße zur Verfügung stellte.

    Bedürftigen zu helfen sei ihm in die Wiege gelegt worden und ein persönliches Bedürfnis, erläuterte Heiner Boegler seine Beweggründe „damit der Egoismus in dieser Welt nicht überwiegt”. Vieles laufe derzeit in eine falsche Richtung, weiß Boegler. Nicht nur in sozialen Belangen sehe er die Notwendigkeit, sich für eine Sache einzusetzen, aber auch, sofern sich ein eingeschlagener Weg als falsch erwiesen habe, diesen zu korrigieren.

    „Die Wormser Boosstraße und mit ihr das Projekt „Soziale Stadt” hat Symbolcharakter und ist ein Erfolgsmodell”, erinnert sich der Jubilar an die schwierigen Anfänge. Dank des Zusammenwirkens vieler Akteure sei der aktuelle Status erreicht worden. Als leidenschaftlicher Opa und Familienvater liege ihm neben einer Vielzahl an Ehrenämtern die er immer noch begleite, die Entwicklung im Wormser Süden weiterhin am Herzen.

    Erreichtes langfristig sichern

    Anne Fennel, Geschäftsführerin Diakonisches Werk Worms-Alzey, lobte das langjährige Wirken und den Einsatz von Heiner Boegler, der als Mann der ersten Stunde dazu beigetragen habe, dass im Einklang mit dem Bewohnervorstand das Erreichte langfristig gesichert sei und mittlerweile seit über 30 Jahren tagtäglich Bildungsarbeit geleistet werden kann. „Es ist schon der Wahnsinn, was alle geschafft haben”, unterstrich Gerold Hirschler, Leiter der Spiel- und Lernstube „Die Vorstadtkrokodile”, dass sich im Lauf der Jahre drastisch etwas bewegt habe und das auf der Kooperation der unmittelbar Beteiligten sowie der Unterstützung durch Externe beruhe, die durch ihr finanzielles Zutun viele wünschenswerte Anschaffungen ermöglicht hätten.

    Gutes Miteinander - funktionierende Gemeinschaft

    Ob für eine neue Sitzecke im Außenbereich, die Sport AG, die Trommelgruppe oder den Fuhrpark. Es gäbe eine lange Liste an Dingen, die durch die Spende von Heiner Boegler vorangebracht werden, so Hirschler. „Wir brauchen eine soziale Streitkultur”, merkte Dezernent Herder mit Blick auf Heiner Boegler als einen Zeitgenossen, der zuhören könne, aber auch ein Verfechter von Interessen im allerbesten Sinne sei. „Hier achtet jeder auf ein gutes Miteinander und ein funktionierende Gemeinschaft”, verwies Waldemar Herder auf die Bewohner, die Diakonie und die städtische Wohnungsbau, aber nicht zuletzt auch auf Heiner Boegler, denn „die Soziale Stadt ist ein stückweit auch sein Baby”.

    Dass sich ein so stattlicher Betrag an Spenden für einen sozialen Zweck angesammelt hätte, habe ihn selbst überrascht, so Boegler, der abschließend nicht nur seinen Gästen, sondern vor allem seiner Ehefrau Renate für ihre Unterstützung dankte. Er habe viel gekämpft und manchmal auch verloren. Sich sozial zu engagieren sei ihm ein Anliegen, das ihm bereits im Elternhaus in die Wiege gelegt worden sei.

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