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Fr., 20. Februar 2015, 16:32 Uhr
Der städtische Haupt- und Finanzausschuss votierte am Donnerstag für die Zusammenführung von Klinikum und Hochstift
Einstimmige Empfehlung zur Übernahme des Hochstifts
Das Wormser Krankenhaus Hochstift könnte schon bald der Vergangenheit angehören. Foto: Gernot Kirch
Von Gernot Kirch Auf der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses der Stadt Worms stand am Donnerstag die beabsichtigte Übernahme des Hochstifts durch das städtische Klinikum auf der Tagesordnung. Der Geschäftsführer des Klinikums, Frieder Haas, berichtete dazu dem Gremium im nicht-öffentlichen Teil der Sitzung. Oberbürgermeister Michael Kissel informierte noch am gleichen Abend die Vertreter der Presse über die für viele Bürger so wichtige Entscheidung. Demnach gab der Ausschuss eine einstimmige Übernahmeempfehlung für den Stadtrat (4. März) und für die Aufsichtsratssitzung des Klinikums (16. März) ab. Sollten auch diese beide Gremien zustimmen, könnte das Hochstift schon zum 1. April vom Klinikum übernommen werden. Ein Schritt, der vom Eigentümer des Hochstifts, dem Agaplesion-Konzern ausdrücklich begrüßt würde.
Übernahme des gesamten Personals
Der wichtigste Aspekt bei der Übernahme des Hochstifts wäre, dass die rund 300 Mitarbeiter des Hochstifts wohl komplett vom Klinikum weiterbeschäftigt werden. Das große Fragezeichen steht dagegen hinter der weiteren Nutzung des Hochstift-Gebäudes. Kurzfristig wird der Betrieb dort wohl weiterlaufen, aber wie es mittelfristig aussieht, ist wohl noch offen. Hintergrund ist der hohe Sanierungsbedarf am Hochstift. So kann im Hochstift zurzeit aus bautechnischen Gründen weder der Bau „A“ noch der Bau „C“ genutzt werden. Hier sind bzw. wären hohe Investitionen notwendig, die der Agaplesion Konzern in den vergangenen Jahren scheute. Auch wurden von Agaplesion keinerlei Fördermittel beim Land beantragt, die Voraussetzung wären, wollte man eine Sanierung und Modernisierung vornehmen. Wobei ohnehin ein großes Fragezeichen hinter dem Land steht, ob es überhaupt Interesse an zwei Krankenhäusern in Worms hat? Dies kann man eher verneinen.
Versorgung sichergestellt
Oberbürgermeister Michael Kissel wies in der Information für die Presse darufhin, dass die medizinische Versogung für die Bevölkerung in jedem sichergestellt werde. Ein Blick auf beide Häuser macht auch klar, dass es kein Zusammengehen zweier gleich großer Einrichtungen ist, sondern das Hochstift eindeutig der kleinere Partner ist. So verfügt das Klinikum über 555 Betten mit 1.500 Angestellten, das Hochstift dagegen nur 141 Betten hat.