
Von Marcus Diehl › Kein Spieltag für die Wormser Teams. Nach einem Drittel der Saison darf die erste Standortbestimmung getätigt werden. Das Zeugnis fällt nicht überall gut aus. Der SV Gimbsheim steht auf Platz zwei und spielt um den Titel. Die Wormatia II steht im Mittelfeld, ist zwar eine junge und noch lernende Mannschaft, trotzdem wurden einige Punkte leichtsinnig hergeschenkt. Die TSG Pfeddersheim steht dort, wo sie überhaupt nicht stehen dürfte – Abstiegsplatz. Direkt dahinter der TuS Neuhausen. Das wurde zwar von den Experten erwartet. Doch auch hier könnten ein paar Punkte mehr auf der Habenseite stehen.
Spitzenspiel erfolgreich absolviert. Geduld war gefragt bei den Altrheinern. Beide Teams investierten viel, ihren eigenen Strafraum abzusichern und zur verbotenen Zone zu machen. Sie neutralisierten sich gegenseitig. Deswegen waren kaum Torchancen zu verzeichnen. Es lief auf ein torloses Unentschieden hinaus. Entweder macht irgendein Team noch einen Fehler oder ein Geniestreich sollte die Partie entscheiden. Den Fehler machten die Gastgeber. Einen zu kurz abgewehrten Ball nahm Nico Scherer direkt und traf in die Maschen. Das war in der 77. Minute. Für die Entscheidung sorgte Adriano Fragomeli in der 86. Minute per Kopfball.
Nach neun Minuten war die Reise nach Weisenau schon gelaufen. Der VfR lag mit 0:3 Toren zurück. Alle Treffer erzielte Leon Nauth. Als in der 19. Minute schon der vierte Gegentreffer durch Mao Koyama gefallen war, bahnte sich ein Debakel an. Doch Trainer Björn Weisenborn agierte noch vor der Pause und tauschte das Personal auf zwei Positionen. In der zweiten Hälfte war Ergebniskorrektur angesagt. Die Partie war jetzt offener. Der VfR verkürzte durch Malik Moore und Lukas Sundin. Mehr wäre bei besserer Chancenverwertung möglich gewesen.
Gutes Spiel – trotzdem verloren. Es ging aber auch gegen den Spitzenreiter. Die TSG Pfeddersheim hat mitgehalten. Knackpunkt war eine Zeitstrafe für Artur Reich nach einer halben Stunde. Er drehte sich und lief in Richtung eigenes Tor. Büchelberg führte den Freistoß schnell aus und schoss den Ball an den Rücken von Reich. Für den Schiri der Grund, die Aktion mit Gelber Karte Plus zu sanktionieren, obwohl er sich von Geschehen fortbewegte. Eine Regel, die in vielen Dingen überarbeitet werden muss. Diese Zeit haben die Gastgeber gnadenlos ausgenutzt. Sich zahlreiche Torchancen herausgespielt und dabei die Führung auch erzielt. Nach einer Stunde fiel das 2:0 für die Gastgeber. Kurz darauf die Rote Karte für Dominik Schwarz, nach einer Notbremse. Doch mit einem Mann weniger ist die TSG weiterhin gut im Spiel und hatte ihre Möglichkeiten im Spiel. Die Spieler haben sich teuer verkauft. Mit mehr Spielglück wäre vielleicht eine Überraschung möglich gewesen. In den nächsten drei Partien geht es gegen Teams aus dem Tabellenkeller. Das sind die Teams, die die TSG schlagen sollte.
Die lange Liste der fehlenden Spieler war nicht zu verkraften für den TuS. Damit hätte der TuS noch eine weitere Elf auf den Platz schicken können. Unter diesen Umständen verkaufte sich der TuS mehr als ansehnlich. Er ging sogar in der 15. Minute durch Kevin Bernhardt in Führung. Doch Speyer traf noch vor der Pause zum Ausgleich. Kurz nach Wiederanpfiff sogar die Führung der Gäste. Wenn schon wenige Chancen herausgespielt werden können, müssen sie aber genutzt werden. Sie war da, die Gelegenheit zum Ausgleich. Die nächsten zwei Gegentreffer waren Sonntagsschüsse am Feiertag. Nach dem Anschluss von Luca di Stefano in der 81. Minute keimte noch einmal Hoffnung auf. Die Notelf probierte wirklich alles, gab ihr Bestes – aber ohne Erfolg.