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  • Mo., 29. Juni 2015, 11:26 Uhr
    Hochheim feiert 20 jähriges Bestehen des Heimatvereins mit feierlicher Übergabe des Schreinermuseums

    Einziges deutsches Schreinermuseum eingeweiht

    Ortsvorsteher Timo Horst, Landtagsabgeordneter Jens Guth, Oberbürgermeister Michael Kissel und Vorsitzender des Heimatvereins Wolfgang Hasch erhielten von Architekten Björn Eisenlohr den symbolischen Schlüssel zum ersten und einzigen Schreinermuseum in Deutschland. Foto Karolina Krüger

    Von Karolina Krüger Fast auf den Tag genau 20 Jahre nach seiner Gründung konnte der Heimat- und Kulturverein Worms-Hochheim e.V. am vergangenen Samstag das lang verfolgte Ziel, die Eröffnung des Schreinermuseums, feiern.  Nachdem an der Alten Schule neben der Ortsverwaltung der geeignete Standort gefunden war, entstand in zwei Jahren aus der ehemaligen Toilettenanlage ein schmuckes kleines und in Deutschland einzigartiges Museum, das die Handwerkskultur der Schreiner und damit die Geschichte Hochheims repräsentiert. Entlang des alten Pilgerpfades kamen schon vor zwei Jahrhunderten Schreinergesellen auf der Walz durch und nach Hochheim, nicht selten wurden sie hier durch Heirat sesshaft und so entwickelte sich das weithin bekannte Schreinerdorf aus dem in der jüngeren Geschichte auch große Schreinerbetriebe hervorgingen wusste Wolfgang Hasch, der Vorsitzende des Heimatvereins und treibende Kraft des Projektes zu berichten. Erst die Unterstützung vieler konnte das Museum entstehen lassen. Klein ist es, soll es doch die ursprüngliche Größe einer durchschnittlichen Werkstatt der Gründerzeit widerspiegeln, als ein Meister bei einer 70-80 Stunden Woche ohne soziale Absicherung seinem Handwerk nachging. Eine wichtige Komponente der Ausstellung ist der multimediale Anteil durch den in kleinen Filmen und Interviews Leben in die Präsentation kommt. Möglich wurde diese moderne Darstellung durch die Unterstützung der Stiftung Rheinland-Pfalz für Kultur, dessen Geschäftsführer Edmund Elsen gerne an der Einweihung teilnahm und einige zukunftsorientierte Ideen im Gepäck hatte.


    Parallel zu den Öffnungszeiten der Ortsverwaltung Mittwoch: 8 bis 12 Uhr und 16 bis 18 Uhr und Donnerstag: 8 bis 12 Uhr und 17 bis 19 Uhr soll eine Besichtigung möglich sein.

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