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  • Mi., 25. Januar 2017, 22:47 Uhr
    Die Mannheimer Kufencracks triumphierten am Mittwochabend in einem torreichen und dramatischen Match in Bremerhaven

    Eishockey Wahnsinn! Adler drehen 0:3 Rückstand in 7:6 Sieg

    Die Mannheimer Adler konnten am Mittwoch in Bremerhaven jubeln. Foto: Gernot Kirch


    Von Gernot Kirch Das Match am Mittwochabend in Bremerhaven zwischen den Mannheimer Adlern und den heimischen Pinguinen war nichts für schwache Nerven. Die Pinguine führten nach 18. Minuten bereits mit 3:0 Toren und mussten sich dennoch kampfstarken Adlern mit 6:7 (3:1/3:3/0:2/0:1) Toren geschlagen geben. Besonders hervorzuheben ist die Moral der Cracks aus der Quadratstadt, nach dem 0:3 noch einmal aufzustehen und zurückzukommen. Kurios sicher auch, dass Bremerhaven bis neun Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit noch mit 6:5 Toren führte und dann nicht nur den Ausgleich hinnehmen musste, sondern auch noch in Overtime verlor.

    Aus Mannheimer Sicht ist aber bedenklich, dass die Abwehr sechs Gegentore hinnehmen musste. Sie wirkte alles andere als sattelfest. Für die anstehenden Playoffs macht dies etwas Sorge, wenn die Adler gegen Top-Teams wie München oder Köln antreten müssen.

    Bei den Adlern fehlten am Mittwoch verletzungsbedingt Mathieu Carle, Luke Adam, Jamie Tardif und der Marcel Goc.

    Zur Chronologie

    1. Drittel

    Es waren gerade einmal zwei Minuten gespielt, da ging Bremerhaven durch Marian Dejdar mit 1:0 in Führung. In der Folge die Adler optisch überlegen, ohne jedoch zwingend zu sein. Als die Pinguine zu Mitte des Drittels in Überzahl agieren konnten, fälscht Jeremy Welsh in der 14. Minute zum 2:0 für die Hanseaten ab. Nur eine Minute später ein kapitaler Fehler des Adler-Verteidigers Sinan Akdag, sodass Pinguinen-Stürmer Jason Bast zum 3:0 einschießen konnte. Ein Lichtblick für die Adler dann in der 18. Minute, denn Top-Torjäger Ryan MacMurchy verkürzte auf 1:3 Tore. Fazit: Die Adler haben den Start komplett verschlafen und wurden bitterböse bestraft.

    2. Drittel
    Die Adler erwischten die Pinguine eiskalt, denn Bremerhaven stand in der 23. Minute mit einem Mann mehr auf dem Eis, doch den Treffer machte Adler-Stürmer Andrew Joudrey und verkürzte auf 2:3 Tore. Aber nur zwei Minuten später erhöht Ross Mauermann auf 4:2 für Bremerhaven. In der 29. Minute hämmerte Adler-Verteidiger Niki Goc dann ein und verkürzte auf 3:4 Tore. Und nur drei Minuten später erzielte Aaron Johnson gar den 4:4 Ausgleich. In der 34. Minute ging die Torflut weiter und Cody Lampl traf zur 5:4 Führung für Bremerhaven. Nur zwei Minuten später schoss Corey Qurik zum 6:4 für Bremerhaven ein. Fazit: Die Adler kämpften sich stark zurück, aber die Mannheimer Hintermannschaft in einem leichtsinnig desolaten Zustand.

    3. Drittel
    Das dritte Drittel plätscherte lange vor sich hin, ehe Andrew Joudrey in der 50. Minute die Mannheimer auf 4:5 Tore heranbrachte. Plötzlich war wieder Feuer in der Partie. Die große Chance für die Nordbadener zum Ausgleich als sie ab dreieinhalb Minuten vor Spielende mit einem Mann mehr agieren konnten. Aber den Cracks aus der Quadratestadt gelang kein Treffer. Als die Adler kurz vor Spielende dann ihren Torwart zugunsten eines sechsten Feldspielers herausnahmen, schoss Chad Kolarik neun Sekunden vor Spielende den 6:6 Ausgleich und es ging in die Verlängerung. Fazit: Spannung pur, wenn die Klasse auch fehlte.

    Overtime
    Beide Teams mit guten Chancen, ohne dass es nach einem Treffer aussah. Dann aber ist Christoph Ullmann zur Stelle und markierte in 63. Minute den 7:6 Siegtreffer.

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    Aufstellung:
    Mannheim: Endras (MacIntyre) - Colaiacovo, Richmond, Bittner, Richmond, Reul, Goc, Johnson - Plachta, Raedeke, Ullmann, Wolf, Festerling, MacMurchy, Höfflin, Sparre, Kolarik, Arendt, Joudrey, Kink

    Bremerhaven: NIeminen (Kuhn) - Moore, Lavallee, Bergmann, Lampl, Pentikanen, Tiffels, Maschmeyer - Combs, Bordson, Welsh, Hooton, Quirk, Owens, Mauermann, Bast, George, Dejdar, Hoeffel, Korner
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