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So., 29. März 2015, 17:50 Uhr
Im zweiten Play-Off-Halbfinalspiel gewinnt Mannheim mit 5: 3 Toren in Wolfsburg und führt die Serie jetzt mit 2:0 Siegen an
Eishockey-Wahnsinn Teil 2: Adler drehen erneut 0:3 Rückstand in Sieg
Jochen Hecht zeigte am Sonntag in Wolfsburg eine ganz starke Leistung. Foto: Gernot Kirch
Von Gernot Kirch Die Mannheimer Adler siegten am Sonntagnachmittag im zweiten Play-Off-Halbfinalspiel mit 5:3 (2:3/1:0/2:0) Toren in Wolfsburg. In der Play-Off-Serie, die im Modus Best-of-seven ausgespielt wird, liegen die Adler jetzt mit 2:0 in Führung. Die nächste Partie findet am Dienstagabend in der SAP-Arena statt. Den Adlern fehlen jetzt noch zwei Siege zum Einzug in die Finalserie um die Deutsche Eishockey-Meisterschaft.
Das Match am Sonntagnachmittag war für die Adler-Fans wieder eine Achterbahn der Gefühle. Denn nach nur siebenhalb Spielminuten lagen die Mannheimer - ähnlich wie am Freitag - schon mit 0:3 Toren zurück und alles sah nach einem Sieg der Grizzlys aus. Wohl kaum einer glaubte daran, dass die Mannheimer wieder ein Partie mit solch einem Rückstand würden drehen und gewinnen können. Doch sie taten es und zeigten einmal mehr, welcher Wille und welche Moral in dem Team steckt. Zunächst verkürzten Andrew Joudrey (10. Min) und Frank Mauer (17. Minute) noch im ersten Drittel auf 2:3 Tore. Im zweiten Abschnitt stellte Matthias Plachta (40. Min) dann den 3:3 Ausgleich her, ehe Frank Mauer im letzten Abschnitt (57. Min) die Adler auf die Siegerstraße brachte. Für den 5:3 Endstand sorgte Marcus Kink, der die kleine Hartgummischeibe in der 59. Minute im leere Wolfsburger Gehäuse versenkte.
Zur Chronologie
1. Drittel
Es war ein turbulentes Drittel in dem sich Ereignisse überschlugen. Beide Teams gingen hochmotiviert zu Werke. In der 3. Minute jubelten die Adler, denn der Puck lag im Wolfsburger Gehäuse, doch wurde der Treffer wegen angeblichem Torraumabseits nicht erkannt. In der 5. Minute dann eine Penalty für die Grizzlys, doch konnte Adler-Goalie Dennis Endras den Schuss parieren. Das 1:0 für Wolfsburg dann in der 6. Minute durch Tyler Scofield in Überzahl. Jetzt ging es Schlag auf Schlag. In der 8. Minute traf erst Sergej Stas zum 2:0 und in der gleichen Minute schloss Jeff Likens das 3:0 für Niedersachsen. Jetzt nahm Mannheims Coach Geoff Ward eine Auszeit und in der Folge schlugen die Kurpfälzer zurück. In der 10. Minute markierte Andrew Joudrey den 1:3 Anschlusstreffer und in der 17. Minute verkürzte Frank Mauer auf 2:3 Tore. Dies war auch der Stand bei Gang in die Kabinen.
2. Drittel
Der zweite Abschnitt eher blass und farblos. Beide Teams legten mehr Wert auf die Defensive und so blieben spektakuläre Offensivaktionen Mangelware. Mannheim zwar insgesamt die dominierende Mannschaft aber zu wenig zwingend und lange ohne Torerfolg. Eine Minute vor Drittelende konnten die Adler dann mit zwei Mann mehr agieren. Dies nutzte Matthias Plachta in der 40. Minute zum 3:3 Ausgleich. Mit diesem Zwischenstand ging es auch in die Pause.
3. Drittel
Die Adler dominierten den letzten Abschnitt eindeutig. Alleine schon die Statistik von 17:9 Torschüsse dokumentieren dies. Allerdings war es kein Offensivfeuerwerk, sondern die Mannheimer agierten aus einer kontrollierten Abwehr heraus. Die Cracks im blau-weiß-roten Dress wollten nicht den Fehler aus dem ersten Abschnitt wiederholen und den Grizzlys wieder ins offene Messer laufen. So liefen die ersten zehn Minuten des Abschnitts auch relativ verhalten ab, dann jedoch häuften sich die Chancen für Mannheim. Aber noch ging der Puck nicht ins Grizzlys-Gehäuse. So vergaben Rheault (48. Min), Hospelt (54. Min), Metropolit (54. Min) und Akdag (56. Min). In der 57. Minute war es dann aber soweit und Frank Mauer hämmerte den Puck nach klugem Zuspiel von Jochen Hecht zur 4:3 Führung in die Maschen des Wolfsburger Kastens. Jetzt setzten die Niedersachsen noch einmal alles auf eine Karte und nahmen den Torwart zugunsten eines sechsten Feldspielers heraus, doch ging der Schuss nach hinten los, den Adler-Kapitän Marcus Kink beförderte den Puck zum 5:3 Endstand ins Grizzly-Gehäuse.