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  • Di., 23. Juni 2015, 17:15 Uhr
    Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks eröffnete am Mittwoch die Elektrotankstelle des EWR

    Elektromobilität und Wohnungsbau

    Eröffnung der E-Ladestation. Von links: Jürgen Beck (Wohnungsbau), Michael Kissel, Günter Reichart (EWR), Ministerin Dr. Barbara Hendricks und MdB Marcus Held. Foto: Gernot Kirch

    Von Gernot Kirch Der Startschuss von Elektroautos und E-Bikes verlief quasi parallel, doch die Nutzungsintensität könnte unterschiedlicher nicht sein. Während die Zulassungszahlen bei den E-Mobilen enttäuschend sind und weit hinter den Zielen der Regierung zurückbleiben, boomen die Elektroräder und finden reißenden Absatz.


    Aufgrund der großen Nachfrage nach „Strom für ihre Räder“, gerade auch von Touristen, wurde am Mittwochnachmittag am Wormser Nibelungenmuseum eine Ladestation der EWR AGfür E-Bikes eröffnet. Dazu konnte keine Geringere wie die Bundesministerin für Umwelt, Bau und Reaktorsicherheit, Dr. Barbara Hendricks (SPD) gewonnen werden.


    Umweltministerin Dr. Barbara Hendricks traf gegen 14 Uhr am Nibelungenmuseum ein und wurde von Oberbürgermeister Michael Kissel und dem Bundestagsabgeordneten Marcus Held in Empfang genommen. Zunächst stand eine Visite des Museums auf dem Programm. Im Foyer des modernen Gebäudes begrüßte der Stadtchef die Berliner Politikerin und bezeichnete dabei das Nibelungenmuseum scherzhaft als begehbares Hörbuch über die bekannte Mittelaltersage.


    Dr. Barbara Hendricks plauderte im heiteren Tonfall, dass sie bereits im letzten Jahr auf ihrer Rheinradtour, die sie von der Schweiz bis fast in die Niederlande geführt habe, in Worms Station gemacht habe. Es sei allerdings ihr Urlaub gewesen, daher habe sie keine politischen Termine wahrgenommen und sich auch nicht als Ministerin zu erkennen gegeben. Sie habe ihre Radtour entlang des großen, europäischen Stroms zwar noch klassisch mit einem Velo ohne Elektromotor absolviert, doch sehe sie den großen Boom bei E-Bikes. Gerade für ältere Menschen böten sie die Möglichkeit bis ins hohe Alter mobil zu bleiben. Aber auch viele Arbeitnehmer schätzten inzwischen die E-Bikes als Gefährt, um auf die Arbeit zu fahren. Im Gegensatz zum klassischen Fahrrad, bei dem man geschwitzt im Büro ankommt, wären die E-Bikes ein modernes Verkehrsmittel, das man auch mit dem Anzug benutzten kann.


    Die Eröffnung der E-Ladestation am Nibelungenmuseum sei daher ein zukunftsweisender Schritt. Um den Betrieb der Station kümmern sich neben dem EWR auch die Mitarbeiter des Museums.


    Das zweite große Thema des Ministerinnenbesuchs war der Wohnungsbau bzw. die energetische Sanierung. Hier präsentierte der Geschäftsführer der städtischen Wohnungsbau GmbH, Jürgen Beck, die vielfältigen Initiativen in Worms. Eines der mustergültig sanierten Objekte, auf das Jürgen Beck hinwies, war ein mehrgeschossiges Gebäude mit 16 Wohnungen gegenüber des Nibelungenmuseums. Die Ministerin zeigte sich beeindruckt und rückte das Aufstocken von Häusern in den Fokus. Damit könnte zusätzlicher Wohnraum geschaffen werden, ohne dass es zu Flächenverbrauch komme. Den Abschluss der Visite bildet der Besuch der sanierten BIZ-Sporthalle.


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