Die Gratiszeitung für Worms und das Nibelungenland
Sie sind hier: Startseite » Nachrichten » Elektronisches Tanzparkett und 60er-Jahre-Rock`n`Roll
Do., 31. Juli 2014, 15:43 Uhr
„Worms: Jazz & Joy“: Folge 5 – Bühne auf dem Marktplatz
Elektronisches Tanzparkett und 60er-Jahre-Rock`n`Roll
Die Band MIA. schaffte vor acht Jahren mit dem Song „Tanz der Moleküle“ ihren Durchbruch. Foto: H. Flug
Vom 15. bis 17. August erleben Besucher von „Worms: Jazz & Joy“ 40 Konzerte auf fünf Open-Air-Bühnen rund um den Wormser Dom. Ein buntes Rahmenprogramm mit Kinderfest, Jazzgottesdiensten, Oldtimertreffen, Foto-Ausstellung und kulinarischen Angeboten von Winzern und Küchenchefs aus der Region runden das Festival ab. In der letzten von fünf Folgen einer Serie werden die Konzerte der Bühne auf dem Marktplatz vorgestellt.
Das Programm auf der Hauptbühne reicht hier von urbanem Pop über handgemachte Singer-Songwriter-Musik bis hin zu modernen Reggae. Der Marktplatz gehört seit 2005 erstmals wieder zum Festivalgelände, denn hier steht in diesem Jahr die Hauptbühne, die früher auf dem Platz der Partnerschaft beheimatet war. Auf diesen ist nun die Jazzbühne gerückt, die wegen Sanierungsarbeiten nicht im Innenhof des Andreasstifts platziert werden kann. „Mit dem Marktplatz haben wir eine gute Wahl getroffen, denn so bleiben wir nicht nur im historischen Ambiente rund um den Dom, sondern ermöglichen auch jedem Künstler den Blick auf das Wahrzeichen der Stadt“, so Jens Thiele, Kaufmännischer Leiter der Kultur und Veranstaltungs GmbH.
Mit dem Sonderkonzert von Chartstürmer Tim Bendzko beginnt am Freitagabend das Musikprogramm auf dem Marktplatz. Der junge Berliner landete 2011 mit seinem Song „Nur noch kurz die Welt retten“ einen Superhit und legte eine kometenhafte Karriere hin. In diesem Jahr wurde er nicht nur mit einem Echo ausgezeichnet sondern gewann auch den World-Music-Award als „Best German Act“. Auch auf seinem neuen Album „Am seidenen Faden – Unter die Haut“ begeistert er seine Fans mit eingängigen Melodien und intelligenten Texten. Im Vorprogramm seines Konzerts tritt ab 20 Uhr Ivy Quainoo, die erfolgreiche Gewinner der ersten Staffel von „The Voice of Germany“ auf.
Singer und Songwriter Gregor Meyle betritt am Samstag um 17 Uhr als erster die Marktplatz-Bühne. Kürzlich hat er sein mittlerweile viertes Album herausgebracht, auf dem er seine Zuhörer mit musikalischer Brillanz und Texten verzaubert, in denen er Augenblicke einfängt, die wir alle gut kennen und schon einmal erlebt haben – ganz im Sinne seiner aktuellen Single „Hier spricht dein Herz“. Kein Wunder, dass Xavier Naidoo den Sänger aus Baden-Württemberg als „eine der größten Entdeckungen der letzten zehn Jahre“ bezeichnete.
Die Künstlerin, die im Anschluss um 19.15 Uhr auftritt, kennen viele sicher als Frontfrau der deutschen Erfolgsband „Wir sind Helden“ – die Rede ist von Judith Holofernes. Im Februar veröffentlichte sie überraschend ihr Soloalbum „Ein leichtes Schwert“, das unter anderem beeinflusst ist von 80er-Jahre-Groove-Punk, Indie-Rock aus den 90ern, Country oder 60er-Jahre-Rock`n`Roll. Zusätzlich zur neuen Platte spielt Holofernes bei ihren Auftritten auch unveröffentlichte neue und alte Songs, B-Seiten und Lieblingslieder anderer Künstler in deutschen Übersetzungen.
Auf das elektronische Tanzparkett wird man beim Konzert von MIA. um 22 Uhr entführt. Die Band schaffte vor acht Jahren mit dem Song „Tanz der Moleküle“ ihren Durchbruch und hat vor kurzem die Single „Queen“ veröffentlicht. „Worms: Jazz & Joy“ zählt zu den ersten und wenigen Festivals, auf denen die vier Musiker um Sängerin Mieze Katz ihr neues Album „United States of Ich&Du“ vorstellen.
Die ugandisch-schwedische Sängerin Jaqee eröffnet am Festivalsonntag, 17. August, um 15.30 Uhr das Programm auf dem Marktplatz. Wer gerne Reggae hört, sollte ihren Auftritt nicht verpassen, denn sie versteht es wie keine zweite, die Stilrichtung mit neuen frischen Elementen zu beleben.
Sehr tanzbar geht es dann weiter mit dem Konzert von „Jamaram“ um 18 Uhr. Die acht Bandmitglieder bezeichnen sich selbst als „Gigmonster“ und lassen sich nur schlecht in eine Genre-Schublade packen, denn in ihrer Musik finden sich neben Ska, Latin oder Pop auch eine geballte Ladung an Balkan- und Afrobeats. Einen Live-Auftritt der Jungs sollte man sich nicht entgehen lassen!
Deutschsprachige, poetische Texte und sensible wie eingängige Arrangements verspricht der Auftritt von Maxim um 20.30 Uhr mit dem das Musikprogramm auf dem Marktplatz seinen Abschluss findet. Leisen melancholischen Momenten setzt der Sänger immer wieder auch seine ganz eigene Vision von kraftvollem, urbanem Pop entgegen.
Weitere Informationen zum Festival und Preisen www.jazzandjoy.de informieren.