PFEDDERSHEIM: Trainer Mario Cuc feierte eine erfolgreiche Heimpremiere als TSG-Coach
Endlich der erste Sieg
Fabio Schmidt zieht ab und trifft zum 3:2 für seine TSG. Der erste Saisonsieg war damit unter Dach und Fach. Foto: Felix Diehl
Von Marcus Diehl › Acht Spieltage mussten die TSG-Anhänger auf den ersten Saisonsieg warten. Jetzt endlich konnte der Dreier eingetütet werden. Der FV Diefflen wurde mit einem 3:2 Erfolg besiegt. Trainer Mario Cuc: „Heute haben die Jungs erfahren, dass sie Gewinner sein können.“ Es war bis zum Abpfiff eine Menge Arbeit für die Mannschaft. Wie der Sieg zustande gekommen ist, wird in der momentanen Lage jedem egal sein. Was zählte am Samstagmittag, waren die gewonnenen Punkte. Es war ein Kampfspiel, ein Schönheitspreis konnte nicht erwartet werden. „Wir müssen bereit sein, alles auszupacken, uns gegenseitig abzuholen, aggressiv in den Zweikämpfen sein. In unserer Situation bekommen wir nichts geschenkt“, sprach Trainer Mario Cuc zur Mannschaft.
Eigentlich war der Spielverlauf wie sich ein Trainer es wünschen kann. Sehr effizient vor dem Tor. Nach 22 Minuten führte die TSG mit 2:0 Toren. Ein langer Pass von Marcell Oehler, quer gespielt auf Belem Meslem, führte zur Führung. Alleine vor dem Tor behielt er die Ruhe und mit einem Lupfer konnte den gegnerischen Torhüter überlisten. Der zweite Treffer fiel nach einem Eckball. Die Gästeabwehr machte dabei keinen guten Eindruck. Zu lasch wurde der Ball abgewehrt. Aus der Drehung schoss Pascal Schmidt in das obere Dreieck.
Diefflen holte auf
Viel Sicherheit kam nicht in das Spiel der TSG hinein. Die Gäste wurden immer stärker. Torhüter Sören Pätzold stemmte sich mit aller Macht dagegen und vereitelte in einigen Situationen den Anschlusstreffer. Es war nur eine Frage der Zeit, bis das Tor für Diefflen fiel. In der 35. Spielminute war es dann so weit. Nach einem Freistoß aus dem Halbfeld heraus war die TSG Deckung nicht konsequent genug beim Abwehren des Balles. Letztendlich stocherte Fabian Poß den Ball über die Linie. Weitere Chancen ließen die Gäste mehrmals liegen. Zur Pause führte die TSG glücklich mit 2:1. Nach dem Wechsel das gleiche Bild. Diefflen drängte auf den zweiten Treffer und wurde nach 56. Minuten belohnt. Der eingewechselte Shakil Diallo traf, ohne große Gegenwehr, zum verdienten Ausgleich.
Kurz davor, schon ein Sinnbild für den Pfeddersheimer Kampf. In allerletzter Sekunde vereitelte Matthias Tillschneider mit einer Monstergrätsche den Abschluss auf das Tor. Die Rückkehr von Tillschneider hat der TSG-Defensive sehr gutgetan. Alleine mit seiner Ruhe und Gelassenheit brachte er mehr Stabilität in das Team. Die Gäste blieben weiterhin dominant und waren dem dritten Tor näher als die TSG. Sein Team auf die Siegerstraße brachte letztendlich Fabio Schmidt. Nach einem schnell durchgeführten Angriff konnte Fabio Schmidt völlig unbedrängt zum 3:2 einschießen.
Knapp gerettet
„Es ist nicht immer gerecht. Aber wenn man hart arbeitet, wird man irgendwann belohnt. Im Leben und auch beim Sport. So war es heute stückweise“, kann Trainer Mario Cuc das Spiel schon richtig einordnen. Kurze Zeit später eine kuriose Szene. Torhüter Sören Pätzold, mit seinem einzigen Fehler im ganzen Spiel, rutschte der Ball beim Abschlag über den Spann und erreichte damit einen Gegenspieler am Strafraum. Der sichere Ausgleich lag in der Luft. Mit einer großartigen Rettungstat und im Kollektiv seiner Defensive konnte der Treffer gerade noch verhindert werden. In der restlichen Spielzeit hätte Ryoji Matsumura den Deckel zumachen müssen. Gleich zweimal scheiterte er am gegnerischen Torhüter.
Die Partie blieb bis zum Ende spannend. Die Gastgeber zeigten einen großen Kampf. Ein glücklicher Mario Cuc: „Einige Dinge waren gut und einige Dinge waren schlecht. Irgendwann wird das Bällchen auch wieder besser rollen. Zeitweise war es heute schon vorhanden.“ Am Mittwoch geht es zur Arminia Ludwigshafen. Eine Mannschaft, die in dieser Saison ebenfalls so ihre Probleme bekommen hat. Beide Teams haben sechs Punkte auf dem Konto. Anpfiff ist um 19:30 Uhr. Im Kader gibt es am Ende der Wechselfrist noch einige Änderungen. Von der Wormatia II wechselte Reda Chkifa zur TSG. Den umgekehrten Weg bestritt Urfan Nassery. Er spielt in Zukunft für die Wormatia in der Landesliga. Ebenfalls aus dem Kader in Pfeddersheim sind Christos Bubunaras und Suhwan Lee ausgeschieden.