
Endlich der langersehnte Erfolg für die TSG Pfeddersheim. Mit einem 1:0 (0:0) gegen den SV Steinwenden keimt wieder Hoffnung im Kampf um den Klassenerhalt in der Verbandsliga Südwest. Es war für jeden im Uwe-Becker-Stadion spürbar, wie die Last des 'nicht gewinnen können', endlich abgefallen ist. Zur Erinnerung, der letzte Sieg wurde am 3. Oktober eingefahren.
In der Tabelle wurde damit zwar noch kein Platz gutgemacht, aber der Abstand zum rettenden Ufer hat sich auf fünf Punkte verringert. Das Team hat sich endlich einmal für seinen Aufwand belohnt. Trainer Marco Streker: „Es war aufgrund der Chancen ein verdienter Erfolg. Genau richtig zum anschließenden Mannschaftsabend.“ Die nächsten Wochen werden zeigen, ob diese drei Punkte eine Blockade gelöst haben.
Der Start war der gleiche Verlauf wie in den Heimspielen zuvor. Die TSG startete mit viel Courage. Ziel war der schnelle Treffer zur Führung. Zweimal wurde Lion Schubach geblockt und Marcell Oehler knallte aus 25 Metern knapp drüber. „Es hätte zwei Elfer geben müssen“, so Marco Streker nach dem Schlusspfiff – sein Kollege von Steinwenden bestätigte dies. Gleich zweimal wurde Lazar Ilic in der ersten Halbzeit im Strafraum unfair gestoppt.
Nach zwanzig Minuten waren die Gäste dann offensiv auch dabei. Nur eins war anders als zum Spiel gegen Baumholder: Auch die Gäste nutzten ihre Torgelegenheiten nicht. Nach einem ersten Warnschuss, der knapp am Tor vorbeiging, lief David Höft allein auf Torhüter Sören Pätzold zu und vergab kläglich. Spätestens jetzt keimten die ersten Hoffnungen auf, dass heute der Befreiungsschlag gelingen könnte.
Bis zur Pause sahen die Zuschauer ein zähes Spiel. Keines der beiden Teams ging ins Risiko. Dies wurde auch anfangs der zweiten Halbzeit nicht besser. Die TSG musste aber irgendwann die Schlagzahl erhöhen und das taten sie dann auch. Der Druck nahm zu.
In der 76. Spielminute dann die Erlösung. Ein feiner Pass auf Khalerd Abou Daya in den Strafraum hinein. Torhüter Langoun Tera ging volles Risiko und kam dabei den einen Schritt zu spät und räumte Abou Daya und seinen eigenen Mitspieler aus dem Weg. Dieser musste danach ins Klinikum gebracht werden. Nach einer fast zehnminütigen Unterbrechung übernahm Kapitän Fabio Schmidt die Verantwortung und knallte den Strafstoß in die Maschen.
Die restliche Spielzeit war sehr intensiv. Mit aller Macht stellte sich die TSG gegen den Ausgleich. Das zweite Tor lag in der Luft. Nach einer Hereingabe von Lion Schubach ging der Abschluss von Lazar Ilic erst an die Latte und der darauffolgende Versuch von Dejan Vasic an den Pfosten.
In den Schlussminuten brachte eine Eckball-Serie der Gäste noch Gefahr. Bei 22 Spielern im Strafraum hätte leicht ein Ball die falsche Wendung nehmen können. Letztendlich entschärfte Torhüter Sören Pätzold den letzten Schuss von Steinwenden mit einer Glanzparade. Ein Sieg, der für alle eine wahre Erleichterung bedeutete. Trainer Marco Streker: „Noch haben wir nichts erreicht – tut aber der Seele gut.“
Am Sonntag geht es um 15.15 Uhr zum TuS Steinbach. Zu einem Team, das weiß, was Abstiegskampf ist und wie man da unten herauskommen kann. Nach der Vorrunde lagen sie mit vier Punkten hinter der TSG auf dem vorletzten Tabellenplatz. Jetzt, neun Spieltage später, stehen sie in der Tabelle auf Platz neun und haben sieben Punkte mehr auf dem Konto als Pfeddersheim.