So., 16.08.2026
Die Gratiszeitung für Worms und das Nibelungenland
  • Startseite
  • Sport
  • Termine
  • Stellenmarkt
  • Sa., 27. Februar 2016, 00:41 Uhr
    Die Mannheimer Kufencracks schlagen trotz massiver Benachteiligung durch die Schiris die Düsseldorfer EG mit 3: 2 Toren

    Endlich ein Sieg! Adler gewinnen Eishockeyschlacht gegen die DEG

    Es war ein harter Fight auf Biegen und Brechen zwischen den Adlern (dunkle Trikots) und der Düsseldorfer EG. Foto: Gernot Kirch


    Von Gernot Kirch Es war kein Eishockey-Spiel am Freitagabend in der ausverkauften SAP-Arena, sondern es war ein Schlacht, in der die Mannheimer Adler die Düsseldorfer EG mit 3:2 (0:0/1:1/2:1) besiegten. Wobei eigentlich nicht die Cracks im Mittelpunkt der Begegnung standen, sondern die extrem schwachen Schiedsrichter. Doch dazu später mehr.

    Die Adler gaben von Beginn an mächtig Gas und zeigten ein Engagement und einen Siegeswillen, den man so lange nicht mehr von den Akteuren im blau-weiß-roten Dress gesehen hatte. Es schien so, als sei ein unsichtbarer Schalter umgelegt und die Jungs wollen auf einmal wieder. Die Zuschauer spürten dies und so sprang der Funke über. Im Stadion war plötzlich wieder ein ganz andere, begeisterte Atmosphäre wie seit Wochen oder gar Monaten nicht mehr. Die Frage ist, war dies nur ein Strohfeuer oder der berühmte Weckruf und die Raubvögel marschieren wieder? Keiner weiß es, die nächsten Spiele werden es zeigen. In der Tabelle kletterten die Adler auf Rang sieben.

    Das Match hatte Rasanz, Klasse und Play-Off-Charakter. War der erste Abschnitt von der Intensität her noch überschaubar, steigerte sich dies mit dem zweiten Abschnitt. Ab dann war mächtig Feuer in der Partie und die Emotionen kochten hoch. Die Hauptschuld daran trugen übrigens die Schiedsrichter mit mehr als umstrittenen Entscheidungen, die fast alle gegen Mannheim gingen. So stellten die sogenannten Unparteiischen in der 30. Minute zunächst Adler-Stürmer Ryan MacMurchy vom Eis und nur 45 Sekunden später auch noch Jochen Hecht. Die DEG nutze die 5.3 Überzahl zur 1:0 Führung. Ab jetzt war die Atmosphäre vergiftet. Mannheim schaffte zwar noch im zweiten Drittel den Ausgleich, doch trafen die Schiris im letzten Drittel erneut eine sehr, sehr fragwürdige Entscheidung, als sie Brent Raedeke für fünf Minuten vom Eis stellten. Wieder nutzte die DEG das Geschenk der Unparteiischen und ging mit 2:1 in Führung. Jetzt lagen die Nerven die blank und alles sah nach einer Adler-Pleite aus. Aber zum ersten mal in dieser Saison zeigten die Cracks im blau-weiß-roten Dress ihren Charakter und schlugen zurück. Zunächst glich Jon Rheault in der 56. Minute aus, dann schoss Sinan Akdag in der 58. Minute den Siegtreffer. Jetzt war die SAP-Arena ein Tollhaus. Viele Fans jubelten und waren glücklich, dass ihre Adler endlich wieder da sind!

    Es gibt in der Mannheimer Eishockey-Geschichte wohl nur wenige Siege, die so verdient und hart umkämpft waren, wie das 3:2 der Adler gegen die Düsseldorfer EG. Denn Mannheim musste nicht nicht die DEG schlagen, sondern hatte auch noch die Schiedsrichter gegen sich, die massiv die Gelb-Roten bevorteilten. Es dann doch noch zu packen, verdient Respekt und Anerkennung.
    Es ist einfach schade, wie unfähig zahlreiche Unparteiischen in der DEL sind. Viele sind restlos überforderte, ihnen ist gar kein böse Absicht vorzuwerfen, aber die DEL ist schlicht eine Nummer zu groß für sie. Es ist, wie wenn ein Grundschullehrer plötzlich Vorlesungen an der Universität halten soll. Und die Leistungen der Schiedsrichter werden immer schlechter statt besser. Man möchte der DEL zurufen: „Holt endlich qualifizierte Schiris aus Skandinavien oder Nordamerika. Der Eishockeysport in Deutschland hat so schlechte „Zebras“ nicht verdient!

    Nach Abschluss der Partie richtete Adler-Kapitän Marcus Kink sehr emotionale Worte an die Zuschauer und bedankte sich. Dann versprach er: „Es ist noch lange nicht vorbei!“

    Zur Chronologie

    1. Drittel

    Ein verhaltener Auftakt beider Teams. In der 6. Minute Adler-Verteidiger Sinan Akdag mit einer guten Gelegenheit, wie auf der Gegenseite Daniel Kreutzer in 7. Minute. In der gleichen Spielminute fahren die Mannheimer Jon Rheault und Jochen Hecht auf das Düsseldorfer Tor zu, aber sie vertändeln den Puck. Insgesamt aber flotte zehn Minuten bis zum Powerbreak. Die Adler mit großem Engagement. Dann die Mannheimer in Überzahl. Zunächst trifft Sinan Akdag nur das Gestänge, doch dann hämmert Dany Richmond zur 1:0 Führung für die Nordbadener ein. Die Schiedsrichter geben den Treffer wegen Torraumabseits aber nicht. In der 14. Minute erhält Adler-Stürmer Ronny Arendt eine umstrittene Fünf-Minuten-Strafe. Die DEG agierte aber ohne Geschick und Glück und so blieb es beim 0:0 bis zum Pausenpfiff. Fazit: Ein kämpferisch tolles Drittel von beiden Teams. Torschüsse: Mannheim 7 - Düsseldorf 7

    2. Drittel

    Das zweite Drittel hatte es in sich. Die Adler packten ein Schippe drauf und setzten zu einem wahren Sturmlauf an. Mit solch einer Intensität und Leidenschaft waren die Blau-Weiß-Roten lange nicht mehr unterwegs. Das große Manko, ein Tor wollte ihnen nicht gelingen. In der 30. Minute dann eine mehr als umstrittene Strafzeit gegen Adler-Stürmer Ryan MacMurchy. Nur 45 Sekunden erhielt Jochen Hecht ebenfalls zwei Minuten, sodass fünf Düsseldorfer gegen drei Mannheimer spielten. Die Folge war das sehr glückliche 1:0 für die Rheinländer in 32. Minute durch Eduard Lewandowski. Die Zuschauer nun wütend und vollkommen aufgebracht. Aber die Mannheimer gaben weiter mächtig Gas. In der 37. Minute dann der längst überfällig 1:1 Ausgleich durch Christoph Ullmann. Dies war auch der Pausenstand. Fazit: Nicht die Eishockey-Spieler standen im Mittelpunkt, sondern die extrem schwachen Schiedsrichter. Torschüsse: Mannheim 9 - Düsseldorf 8

    3. Drittel

    Die Adler machten weiter mächtig Druck. In der 46. Minute erhielt dann Adler-Stürmer Brent Raedeke eine Fünf-Minuten-Strafe und die DEG konnte wieder einmal fünf Minuten lang dank der Schiris in Überzahl agieren. Die Düsseldorfer nutzten dies zum unverdienten 2:1 Führungstreffer durch Drayson Bowman. In der 56. Minute dann Gerechtigkeit und Jon Rheault schoss zum 2:2 unentschieden ein. Jetzt glaubten die Blau-Weiß-Roten wieder an sich. In der 58. Minute war es dann Verteidiger Sinan Akdag, der zum 3:2 Führungstreffer traf. Die DEG nahm als letztes Mittel noch ihren Torsteher heraus, aber es half nichts mehr, die Raubvögel siegten und verwandelten die ausverkaufte SAP-Arena in ein Tollhaus. Fazit: Die Adler zeigen ein tolle Moral und siegen verdient. Torschüsse: Mannheim 12 - Düsseldorf 7

    Statistik

    Mannheim : Düsseldorf 3:2 (0:0/1:1/2:1)

    Tore:  0:1 (31:05) Lewandowski (Bowman) - PP2; 1:1 (36:32) Ullmann (Richmond/Metropolit) -PP1; 1:2 (47:09) Bowman (Dmitriev/Kreutzer) - PP1; 2:2 (55:49) Rheault (Richmond/Joudrey) EQ; 3:2 (57:20) Akdag (Richmond/Buchwieser) - EQ;

    
Schiedsrichter: Haupt / Schukies
    
Strafen: Mannheim 8 Min + 5 Min Arendt + Spieldauer Arendt + 10 Min Disziplinarstrafe Hecht + Spieldauerstrafe Hecht + 5 Min Raedeke + Spieldauer Raedeke - Düsseldorf 4 Min
    Torschüsse: Mannheim 28 - Düsseldorf 22
    
Zuschauer: 13.600 ausverkauft

    Aufstellungen:

    Mannheim: Emery (Ziffzer) – Wagner, Akdag, Fischer, Reul, Richmond, Goc, Carle - Kink, Joudrey, Buchwieser, Hecht, Arendt, Rheault, Raedeke, Hospelt, MacMurchy, Metropolit, Ullmann, Yip

    Düsseldorf: Niederberger (Bick) - Davis, Conboy, Schüle, Ebner, Mapes, Rönnberg - Bowman, Brandt, Kreutzer, Milley, Olimb, Strodel, Dimitriev, Lewandowski, Preibisch, Minard, Fischbuch, Van der Gulik
    Anzeige Reifen Mast KN10123Anzeige Platten NOLLAnzeige Online StellenmarktAnzeige dkge 1x1
    Anzeige Tip SüdhessenAnzeige AmtsblattAnzeige das Wormser
    Anzeige TicketshopAnzeige Cecil Cycle KN18256Anzeige 3 Füller 1