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  • Mi., 08. Februar 2023, 09:51 Uhr
    Heimatverein Abenheim: Ausgezeichnete Stimmung bei der Fastnachtssitzung

    Endlich wieder Fastnacht

    Die Tanzgruppe „Aventura“ entführten das Publikum zum „Karneval in Rio“.


    Pünktlich um 19:33 Uhr öffneten sich nach drei Jahren Abstinenz endlich wieder die Türen der Abenheimer Festhalle, wo am Samstag, dem 4. Februar, die Fastnachtssitzung des Heimatvereines Abenheim stattfand. In die ausverkaufte Festhalle zog Sitzungspräsident Jakob Weiler gemeinsam mit seinem Elferrat ein und begrüßte die Narrenschar mit einem dreifach donnernden Helau. Auch das diesjährige Prinzenpaar, Jennifer II. und Mirco I., richtete in Begleitung von Sekretärin Jaqueline Humann ein paar närrische Worte an das Publikum, bevor die Bühne für die Prinzengarde freigegeben wurde. Die Garde, die unter der Leitung von Marcel Holl steht, zeigte einen schwungvollen Tanz zu bekannten Melodien, der den Saal zum Stehen brachte.

    Traditionell ging es weiter mit Protokoller Hans-Peter Weiler, der neben der Politik vor allem von einer ganz besonderen Veränderung in seinem Leben sprach, so ist er nämlich mittlerweile stolzer „Vollblut-Opa“. Dass beim Heimatverein auch der Nachwuchs nicht zu kurz kommt, zeigte der nächste Programmpunkt, die Jugendgarde, geleitet von Alexandra Ketterle. Durch ihre Dynamik und spektakuläre Figuren zogen die Mädchen das Publikum in ihren Bann und wurden mit einem tosenden Applaus bedacht. „Klimaschutz für Abenheim“ forderten daraufhin lautstark Jakob Weiler, Christina Edl und Franziska Eichner, die sich als Klimaschützer am Elferratstisch festklebten, um ihr geliebtes Abenheim zu retten. Jedoch konnten sie nicht verhindern, dass sich die Stimmung beim nächsten Programmpunkt ordentlich erhitzte. Zu brasilianischen Rhythmen schwang die Tanzgruppe „Aventura“ die Hüften, als ob sie direkt vom Karneval aus Rio eingeflogen worden wäre. Einstudiert wurde der Tanz von Nadja Schlawin mit Unterstützung von Nina Michel.

    „Närrischer Weinstammtisch"

    Weiter ging es mit der Gesangsgruppe des HVA, die seit Jahrzehnten fester Bestandteil der Sitzung ist und zum „Närrischen Weinstammtisch“ lud. „Es wird nie wieder sein wie`s mal war“ sangen sie über die politische Situation in der Welt, bevor sie sich „Christels Handkäs“ zuwendeten und schließlich närrische Töne anschlugen, indem sie dem Saal mit Stimmungsliedern einheizten. Die Texte stammten von Christel Schäper und Lara Riha, während Alexander Lichtenfels die Gruppe musikalisch am Keyboard begleitete. An dieser Stelle wurde Regina Brunn für beträchtliche 44 Jahre Beteiligung an der Fastnacht beim Heimatverein geehrt. Politisch ging es weiter mit Richard Marhöfer als „Klausner“, der in sarkastischem Ton und mit viel Humor von den Geschehnissen in Deutschland und der Welt berichtete.

    „Hin und weg"

    Nach der Pause nahm Frederike Fernweh (Claudia Herrmann) das Publikum mit in ihr Reisebüro „Hin und weg“, wo Schorsch und Hilde (Markus Jäger und Ilka Cleres) nach einem geeigneten Reiseziel suchten, was sich allerdings schwierig gestaltete, da keines ihnen zusagte, obwohl die Inhaberin des Reisebüros doch extra Live-Showtruppen aus Amerika, Frankreich, Mallorca und weiteren Ländern engagiert hatte. Ideengeber für dieses regelrechte Highlight waren Claudia Herrmann und Markus Jäger. Stimmungsvoll ging es weiter mit der Tanzformation „Atlantis“ aus Biebelnheim, einstudiert von Michelle Rübenach, die mit ihrem Showtanz voller atemberaubender Hebefiguren das Publikum begeisterte. Als nächstes war die Frauengesangsgruppe an der Reihe, die den Saal mit ihren Liedern zum Mitklatschen und Mitsingen bewegte (Texte: Christel Schäper, Lara Riha; musikalische Leitung: Alexander Lichtenfels). Mit „Ich esse gerne Mettigel“ sorgte Marcel Holl im Anschluss für einen echten Ohrwurm und zählte singend auf, was er alles machen würde, wenn er „nur nicht so pummelig wäre“.

    Zurück in die 90er

    Ein weiterer Höhepunkt der Sitzung war Claudia Herrmann, die das Publikum mit ihrer Rede einmal mehr in schallendes Gelächter versetzte, indem sie in ihrer einzigartigen Weise von Familiengeschichten und den Problemen einer Frau erzählte. Als letztes stand der Auftritt des Männerballetts auf dem Programm, bei dem es im Publikum endgültig kein Halten mehr gab. Zurück in die 90er brachten die Männer die Anwesenden, während sie zu wahren Hits eine tolle Choreographie, die von Marcel Holl stammte, auf die Bühne brachten. Abgerundet wurde der Abend durch das Finale, bei dem alle Aktiven sich auf der Bühne versammelten und zur Musik von Helmut und Bianca Hassemer (Duo Flamingo) mitsangen, die auch den restlichen Abend musikalisch begleitet hatten. Die erste Fastnachtssitzung des Heimatverein nach der langen Corona-Pause war mit ihren abwechslungsreichen Programmpunkten und der ausgezeichneten Stimmung im Publikum ein voller Erfolg, an den im nächsten Jahr hoffentlich angeknüpft werden kann.

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