So., 27.09.2026
Die Gratiszeitung für Worms und das Nibelungenland
  • Startseite
  • Sport
  • Termine
  • Stellenmarkt
  • Mo., 18. Juli 2016, 14:39 Uhr
    Im Heylshofpark wurde es gestern amtlich: Hofmann macht 2017 weiter mit Calis und Ostermaier/ Stück um sieben Frauen 

    Endlich wieder: Theaterbegegnungen 

    Nico Hoffmann gab im Interview Ausblicke auf die Festspiele des nächsten Jahres. Foto: Regina Urbach


    VON REGINA URBACH Die Theaterbegegnungen, 2015 vielfach vermisst, fanden dieses Jahr wieder hochinteressierte, wenn auch nicht übermäßig viele Besucher. Das Wetter hielt, und ein spannendes Programm ließ die Besucher bis in den Nachmittag bleiben; auch einige Ensemblemitglieder wie Dominik Raacke und Dennenesch Zoudé waren darunter.

    Intendant Nico Hofmann bekundetet seine Zufriedenheit mit der Inszenierung 2016 („das, was ich mir vorgestellt habe“). Er würdigte den Einsatz des hochkarätigen Ensembles („diesmal habe ich alle bekommen, die ich wollte“) und auch Ostermaiers Aufarbeitung seiner letztjährigen Worms-Erfahrung. Ostermaier selbst und Regisseur Nuran David Calis hatten krankheitsbedingt abgesagt.

    Keinen Zweifel ließ Hofmann daran, dass er auch im nächsten Jahr die Intendanz mit Ostermaier und Calis an seiner Seite fortführen werde. Er verriet, dass im Festspielkuratorium bereits an ein Stück um sieben Frauenfiguren gedacht werde. Von Moderatorin Klaudia Wick auf die unbeabsichtigte aktuelle Brisanz des Stücks im Schatten des Putschversuchs in der Türkei und des Attentats von Nizza angesprochen (Bombendrohung), präzisierte Hofmann: „Wir leben in einer Egogesellschaft, die um ihre eigene Macht kreist“. Mit einer plötzlichen Aktualität müsse ein Stück, das politische Momente gezielt nutze, rechnen.

    Nibelungen als Serie, TV-Zweiteiler oder fürs Kino?
    Der vermutlich auf ihn zielenden Frage Wicks, ob eine Nibelungenverfilmung einen Produzenten bräuchte, zu dessen Lebenstraum sie gehöre, wich er mit dem Verweis auf seinen verstorbenen Freund, den Produzenten Bernd Eichinger („Das Parfüm“) aus. In dessen Nachlass bei Constantin Film finde sich bereits ein Nibelungen-Drehbuch. Hofmann selbst könne sich eine Verfilmung als Serie nach Art von Game of Thrones vorstellen. Ob sein Engagement für Worms auch langfristig denkbar sei? Hier betonte der Intendant emotional, wie sehr er die Arbeit in Worms mit der KVG, OB Kissel und engagierten Bürgern schätze, verwies aber auch auf seine ab Herbst noch zunehmende Verantwortung als alleiniger CEO der UFA.

    Der Heylshofpark bot einmal mehr den passenden Rahmen für die Theaterbegegnungen. Foto: Regina Urbach


    Komponist Vivan Bhatti plauderte im Anschluss über Hintergründe zur vielgelobten Musik des Festspielstücks, von der die Musiker eine Kostprobe samt Zugabe gaben. Filmwissenschaftler Hans Helmut Prinzler führte durch 90 Jahre Nibelungenfilmgeschichte.

    Nachdem Publikumsliebling Mario Adorf für Anekdoten aus seinem beeindruckenden Filmleben mit stehender Ovation belohnt worden war, griff die abschließende Diskussionsrunde das Thema Nibelungenfilm wieder auf. Sascha Schwingel, Redaktionsleiter der ARD-Tochter Degeto, berichtete von Ideen zur Verfilmung von Wolfgang Hohlbeins Nibelungenroman „Hagen von Tronje“ als Kinoversion und TV-Zweiteiler.

    Die Nibelungenliedgesellschaft hatte diesen Roman vor ein paar Jahren in einem Vortrag vorgestellt. Im Anschluss entspann sich mit SWR-Redaktionsleiter „Aktuelle Kultur“, Frank Hertweck, und Filmwissenschaftler Prinzler eine angeregte Debatte zur Umsetzbar- sowie zur Verfilmbarkeit des diesjährigen Festspielstücks „Gold“.

    Publikumsliebling Mario Adorf unterhielt mit persönlichen Anekdoten. Foto: Mario Adorf


     

    Beitrag aus der Rubrik

    » Worms und Ortsteile
    Anzeige Reifen Mast KN10123Anzeige Platten NOLLAnzeige Online StellenmarktAnzeige VHS
    Anzeige Cecil Cycle KN18256Anzeige AmtsblattAnzeige das Wormser
    Anzeige TicketshopAnzeige Tip SüdhessenAnzeige 3 Füller 1