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  • So., 11. Mai 2014, 18:18 Uhr
    Wormser Gesundheitsnetz stellt SPD-Fraktion Arbeit vor / Um junge Hausärzte werbende Ärztegemeinschaft

    Engagiert für junge Ärzte

    „Als SPD-Stadtratsfraktion freuen wir uns, die Arbeit des Wormser Gesundheitsnetzwerkes in der Siegfriedstraße vertiefend kennen zu lernen“, eröffnete SPD-Fraktionsvorsitzender Timo Horst für seine Fraktionskollegen das Gespräch. Dass das Wormser Gesundheitsnetz (WoGe) einen Zusammenschluss von rund 100 niedergelassenen Ärzten verschiedener Fachrichtungen im Wormser Raum darstelle, legte WoGe-Vorsitzender Paul Brämer kurz dar.

    Ohne Hausärzte keine gute Patientenversorgung
    „Viele ältere Hausärzte schreiten auf ihr Pensionsalter zu, so dass interessierte Nachfolger für deren Praxen gefunden werden müssen“, stellt Brämer fest. Leider könnten besonders Hausarztpraxen in ländlicheren Ortsteilen oder Regionen kaum mehr „an den Mann gebracht werden“. Nach Angaben Paul Brämer können in Städten bereits ähnliche Tendenzen beobachtet werden, wenn auch noch weniger stark ausgeprägt.

    Zu den Ursachen erklärte WoGe-Geschäftsführerin Birgit Sattler, dass Medizin zunehmend von Frauen studiert werde. „Traditionell achten junge Ärztinnen im Sinne ihrer Familie auf geregeltere Arbeitszeiten und die junge Generation der Ärzte möchte ebenfalls viel Zeit mit den eigenen Kindern statt erst mit den Enkeln verbringen“, so Sattler. In der Folge erscheine der lange Arbeitsalltag als niedergelassener Hausarzt vielen angehenden Medizinern als wenig attraktiv. „Ohnehin sind Stellen in der Pharma-Industrie finanziell lukrativer“, verweisen Brämer und Sattler auf eine sehr erfolgreiche Konkurrenz um Mediziner.

    Werbeprogramm entwickelt
    „Deshalb müssen wir unter Medizinstudenten und jungen Ärzten werben, sich im Raum Worms als Hausarzt niederzulassen“, erklärte Brämer. Die WoGe habe ein umfassendes Programm entwickelt, um Medizinstudenten zu betreuen sowie zum Beispiel Blockpraktika, Famulaturen und Weiterbildungen anzubieten. „Darüber hinaus mieten wir im Ärztehaus des Liebenauerfeldes eine Praxis, in der Ärzte als Einstieg oder zum Ausklang einfach praktizieren können - Technik, Arzthelferinnen und Bürokratie übernehmen wir“, freuen sich die WOGE-Verantwortlichen auf junge Kollegen und eine spannende Maßnahmen.

    Gegenüber der SPD-Fraktion erklärte die WoGe abschließend, zunehmend an die Grenze des Leistbaren zu stoßen. „Wir hoffen auf die Hilfe der Stadt, um Worms als attraktiven Standort für Mediziner zu präsentieren“, so Brämer. Tuttlingen an der Donau lade Jungmediziner eigens an einem Programmwochenende ein, um sich als Arbeits-, Wohn- und Kulturstadt zu präsentieren. „Da wir Patienten gut versorgt wissen möchten, werden wir uns auf Ebene der Stadt entsprechend einbringen“, dankte SPD-Fraktionsvorsitzender Timo Horst der WoGe für Engagement zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger.

    Mehr Infos zur WoGe unter www.woge-worms.de

     

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