Die "Euro-Tandem-Rhein-Tour" soll der Öffentlichkeit Sehbehinderungen, im speziellen die Netzhautdegeneration, näher bringen und die Netzhautorganisation finanziell unterstützen.
Auf ihrem Weg von Basel nach Rotterdam hat die „Euro-Tandem-Rhein-Tour“ auch in Worms haltgemacht. Sie führt alle zwei Jahre quer durch Europa und wird seit 2008 von der HEM-Schwerger-Stiftung organisiert. Oberbürgermeister Michael Kissel empfing die Gruppe von 53 Personen im Rathaus.
Die Tandemräder werden von einem sehenden Piloten und einem blinden/sehbehinderten Co-Piloten gefahren. Die 45 Radler aus vier Nationen – Deutschland, Schweiz, Luxemburg und Niederlande – werden von zwei Begleitfahrzeugen mit sieben Betreuern und einem Infobus mit zwei Beraterinnen begleitet.
Die Route mit insgesamt 934 Kilometern ist in neun Etappen eingeteilt. „Um die Strecke fahren zu können, ist eine enorme sportliche Leistungsfähigkeit notwendig“, machte Kissel deutlich.
Ebenso soll sie zeigen, wie Menschen mit Behinderungen am sozialen Leben teilnehmen können, wenn wir in unserer Gesellschaft auf die Bedürfnisse uns Fähigkeiten des Einzelnen eingehen.
„Die Aktion „Euro-Tandem-Rhein-Tour“ zeigt menschliche Solidarität und dass ein Zusammenleben, obwohl man sich zum Beispiel durch eine Behinderung unterscheidet, möglich ist“, lobte der Stadtchef das Engagement der Gruppe.
„Wir wurden in Worms sehr freundlich empfangen und haben die Stadt gerne in unsere Route mit aufgenommen“, teilte Horst Schwerger, Vorstandsvorsitzender HEM-Schwerger-Stiftung, mit.
Weitere Informationen zur Euro-Tandem-Rhein-Tour sind unter www.tandem-pro-retina.de zu finden.