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  • Mo., 15. Mai 2017, 17:18 Uhr
    Energiekarawane auch im Wormser Gewerbebereich erfolgreich / Auch kleine und mittlere Betrieb ansprechen

    Enormes Energieeinsparpotenzial

    Klaus Nitsch (3. von links) und Energieberater Franz Bruckner (4. von links.) erläutern Bürgermeister Kosubek (5. von links), Peter Zentner (rechts), Reinhold Lieser (links) und Katharina Reinholz (2. von links) mögliche Einsparpotenziale anhand eines Kühlaggregates.


    In privaten Haushalten ist die „Energiekarawane“ bereits seit einiger Zeit ein voller Erfolg: In jedem Jahr reist sie durch einen anderen Stadtteil, um in Privatwohnungen Energieeinsparpotenziale zu ermitteln. Warum also nicht auch in Gewerbebetrieben ansetzen? Dass dort das Energieeinsparpotenzial enorm ist, zeigte bereits der EnergieEffizienz-Tisch vor wenigen Jahren, an dem sich elf große Betriebe aus Worms und Umgebung beteiligt hatten.

    Das neue Kooperationsprojekt „Energiekarawane Gewerbe“ der Stadt mit der Energieagentur Rheinland-Pfalz GmbH (EA), der Klimaschutzagentur Mannheim gGmbH (KSA) und der Klimaschutz- und Energie-Beratungsagentur Heidelberg und Rhein-Neckar-Kreis gGmbH (KliBA) sollte nun auch kleine und mittlere Unternehmen (KMU) ansprechen.

    13 Betriebe im Gewerbegebiet Südwest beteiligten sich an dem neuen Projekt – darunter auch der Großhandel „cash & carry 3C“, bei dem die Energiekarawane Gewerbe nun auch ihren Abschluss fand. „Ich war überrascht, wie hoch das Einsparpotenzial auch bei uns ist“, berichtete 3C-Chef Klaus Nitsch. Gerade für kleine und mittlere Unternehmen seien die immer weiter steigenden Energiekosten keine unwesentliche Belastung, erklärte Nitsch, der seinen Betrieb fit für die Zukunft machen möchte. „Der Großhandel hat ein enormes Einsparpotenzial im Hinblick auf die Hallenbeheizung und die Kälteerzeugung“, so Energieberater Franz Bruckner.

    Einsparpotenzial von 50 bis sogar 70 Prozent
    „In kleinen und mittelständischen Unternehmen haben wir ein Einsparpotenzial von 50 bis sogar 70 Prozent eruiert. Es lohnt sich also allemal, in diesem Bereich eine Energieberatung durchführen zu lassen“, macht Bürgermeister Hans-Joachim Kosubek deutlich. Klar sei auch, dass, anders als in Großbetrieben, nicht genug eigenes Personal vorhanden sei, um sich mit solchen Fragestellungen auseinanderzusetzen.

    Die städtische Klimaschutzmanagerin Katharina Reinholz und der Klimaschutzbeauftragte Reinhold Lieser hatten die Energiekarawane für Gewerbebetriebe koordiniert und die Energieberater beauftragt. Auch sie freuen sich, dass das Projekt einen Zugewinn für die Betriebe darstellt. „Am Beispiel von 3C erkennt man, wie viele versteckte Potenziale es auch im gewerblichen Bereich gibt.“ Und auch Peter Zentner von der Energieagentur Rheinland-Pfalz weiß: „Häufig können bereits mit geringinvestiven Maßnahmen signifikante Einsparungen erzielt werden.“

     

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