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Di., 05. August 2014, 10:43 Uhr
Zweitägiger Workshop zum Reinschnuppern
„Entdecke dich!“ - „Tag der offenen Bühne“ bei der Horde
Bei Josh Maccoy ging es um Stimme – laut, leise, ohne Stimme, Rhythmus, Versmaß begleitet von Fingerpercussion und auch wieder Wahrnehmung. Wahrnehmung der aus der Summe der erzeugten Laute wahrnehmbaren Stimmungen und Emotionen. Foto Karolina Krüger
Von Karolina Krüger Bereits seit 2006 findet in jedem Sommer ein Workshop der Nibelungenhorde statt in diesem Jahr sind es auch wieder vier Wochen an deren Ende ein Stück steht das dem Publikum präsentiert wird.
In dem Stück „Das Blaue Flüstern“ geht es um die Privatisierung des Wassers. Der Konzern Aquarius betreibt undurchsichtige und skrupellose Geschäfte mit Wasser. Freuen Sie sich auf einen spannenden Wirtschaftsthriller.
Nach der ersten Woche gab es für die Hordenmitglieder, Neueinsteiger und Neugierige am ersten Augustwochenende eine Möglichkeit in vier Workshops die Welt des Schauspiels und die engagierten Dozenten kennenzulernen oder bereits Erarbeitetes zu vertiefen.
Trotz Unterschieden große Gemeinsamkeiten
Obwohl sehr unterschiedlich, hatten sie alle eins gemeinsam, es ging um Wahrnehmung, Interaktion, Grenzen ausloten und bewusst machen, zu sich selbst finden ohne dabei den andern aus dem Auge zu verlieren bzw. ihn noch zu spüren, wenn er nicht mehr sichtbar ist.
Choreographie und Physiodrama
Da wurde bei Richard Weber, der sich mit Choreographie und Physiodrama befasst, in einer Übung die Bewegung harmonisiert um eine Strecke möglichst gleichzeitig zu absolvieren und in einer Linie am Ziel anzukommen. In einer anderen musste diesem menschlichen Bestreben, sich innerhalb einer Gruppe zu harmonisieren, entgegengewirkt werden und asynchron bis 30 gezählt werden.
Schwierig war es und klappte nicht gleich, aber Quintessenz war, es gibt kein falsch, kein richtig, nicht das Ergebnis zählt, sondern die Erfahrungen, die auf dem Weg dorthin gemacht werden um das gemeinsame erreichen des Ziels.
Stimm- und Sprechtraining
Der Workshop Stimm- und Sprechtraining wurde aus organisatorischen Gründen von Dorothée Föllner und Anika Pinter geleitet und beschäftigte sich mit dem Status, den ein Mensch haben kann. Wie man ihn erkennt, respektive wie man ihn darstellen kann. Zu kleinen gespielten Episoden wurden Vorübungen gemacht, körpersprachliche Charakteristika eingeübt.
Cay Rüdiger bot Percussion an, mit Kampfstöcken wurden Rhythmen und Klangteppiche erzeugt auf denen vorgetragene Gedichte schwebten.
Wer neugierig geworden ist, kann am Samstag, dem 23., und Sonntag, dem 24. August, „Das Blaue Flüstern“ der Nibelungenhorde ansehen. Treffpunkt ist um 18.30 Uhr in der EWR Turbinenhalle, aber mit Bussen geht es dann nach Bobenheim. Festes Schuhwerk wird empfohlen.