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Mi., 18. März 2015, 19:02 Uhr
Nach einstimmigem Votum steht das Gelände an der Carl-Villinger-Straße für Sporthallen zur Verfügung / Ziehen auch Teile des ebwo um?
Entscheidung gefallen: Stadtgärtnerei zieht nach Herrnsheim
Auf dem jetzigen Gelände der Stadtgärtnerei könnte schon bald eine Sporthalle und ein Lehrschwimmbad entstehen. Foto: Gernot Kirch
Von Gernot Kirch Der Haupt- und Finanzausschuss hat am Mittwochnachmittag einstimmig entschieden, dass die Wormser Stadtgärtnerei von der Carl-Villinger-Straße (neben dem Hallenbad) nach Herrnsheim umzieht. Dazu soll das Areal der Gärtnerei Trebst in Herrnsheim gekauft werden. Der Stadtrat muss dem zwar noch auf seiner nächsten Sitzung zustimmen, aber bei einem einstimmigen Votum im Haupt- und Finanzschuss ist davon auszugehen, dass dies glatt über die Bühne geht.
Bis Ende des Jahres
Oberbürgermeister Michael Kissel informierte nach der Entscheidung am Mittwochabend direkt die Vertreter der Presse. Der Umzug der Wormser Stadtgärtnerei könnte schon bis Ende 2015 über die Bühne gehen. Das gesamte Personal wird weiterbeschäftigt. Der Leistungsumfang der Stadtgärtnerei wird mit dem jetzigen identisch sein. Der Stadtchef spricht von einer hervorragenden Lösung mit tollen Perspektiven.
Areal für Sporthallen
Mit dem Umzug der Stadtgärtnerei wird das gesamte Gelände an der Carl-Villinger-Straße frei und kann unter anderem für den Bau einer Sporthalle genutzt werden. Diese soll dann für die Westend Realschule und die Oberstufe des Eleonoren-Gymnasiums zur Verfügung stehen. Der Oberbürgermeister mahnte diesbezüglich aber vor zu viel Euphorie, wie schnell sich dies realisieren lässt, denn es bedürfe der entsprechenden finanziellen Unterstützung durch das Land.
Lehrschwimmbad
Die Überlegungen zum Bau eines Lehrschwimmbades erhält durch den „Abzug“ der Stadtgärtnerei ebenfalls neue Nahrung, denn nun wäre ein Bau mit einer Anbindung an die technische Infrastruktur des Hallen- bzw. Freibades möglich. Und dies würde, wie der CDU-Fraktionsvorsitzende Dr. Klaus Karlin in der vergangen Woche gegenüber dem NK äußerte, erheblich Investitions- und Betriebskosten sparen. Aber dies ist noch Zukunftsmusik.
ebwo nach Herrnsheim?
Oberbürgermeister Michael Kissel führt in dem Pressegespräch weiter aus, dass auch daran gedacht werde, Teile des städtischen Entsorgungs- und Baubetriebes (ebwo), die jetzt in der Monsheimer Straße untergebracht sind, auf der zukünftige Areal der Stadtgärtnerei nach Herrnsheim zu verlagern. Die Monsheimer Straße werde vom ebwo zurzeit überwiegend als Lagerbereiche, etwa für Holz, Sand, Steine und andere Baustoffe, genutzt. Würde es gelingen, so Kissel, diesen Bereich ebenfalls auf das Gelände der neuen Stadtgärtnerei in Herrnsheim unterzubringen, würde das ebwo-Areal in der Monsheimer Straße für eine Wohnbebauung zu Verfügung stehen. Dies würde auch dem Grundsatz der Innen- vor der Außenentwicklung entsprechen.
Das ebwo-Gelände an der Monsheimer Straße war früher eine Kaserne der US-Streitkräfte.