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  • Mi., 02. Februar 2022, 11:29 Uhr
    SCHULELTERNBEIRAT RUDI-STEPHAN-GYMNASIUM: Standpunkt zur „Vorstellung der verkehrlichen Maßnahmen am Bildungszentrum“

    „Entscheidung nicht vorschnell treffen“

    Bei der morgigen Sitzung des Bau- und Mobilitätsausschusses der Stadt Worms wird auch die „Vorstellung der verkehrlichen Maßnahmen am Bildungszentrum (BIZ)“ auf der Tagesordnung stehen. Hierzu möchte der Schulelternbeirat des Rudi-Stephan-Gymnasiums seinen Standpunkt mit den Mitgliedern des Bau- und Mobiliätsausschusses sowie dem Beigeordneten Timo Horst teilen. Der Schulelternbeirat wünscht sich mehr Zeit für die konzeptionelle Ausarbeitung eines modernen, ganzheitlichen und auf Nachhaltigkeit ausgerichteten und zukunftsweisenden Standortkonzeptes für die Schüler.

    In einem Schreiben an die Mitglieder des Bau- und Mobilitätsausschusses heißt es: „Wir möchten als Elternvertreter auf die gefährliche Verkehrssituation rund um das Schulgelände des Bildungszentrums hinweisen. Insbesondere die Zufahrt von der Von- Steuben-Straße ist zu Stoßzeiten total überlastet. Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto zur Schule fahren, gefährden die Schüler, die mit dem Rad, dem Bus oder zu Fuß zum Schulgelände kommen. Auch in der Emil-von-Stumpp-Straße spielen sich jeden Morgen brenzlige bis hin zu bedrohlichen Situationen für die Schüler ab. Vor dem Hintergrund der bereits bei dem derzeitigen Verkehrsaufkommen bestehenden Gefährdung der Kinder hinterfragen wir, ob sich die Situation mit der Realisierung der Kita nicht noch stärker dramatisiert. Es ist anzunehmen, dass viele der Kindergartenkinder mit dem Pkw zur Kita gebracht werden. Dazu kommt, dass auch die Schüler des geplanten Beruflichen Gymnasiums überwiegend mit dem eigenen Auto/Fahrrad kommen oder von den Eltern gefahren werden. Daher erachten wir es als notwendig, dass zunächst ein umfassendes und valides Verkehrskonzept erstellt wird, bevor eine Entscheidung über die Kita bzw. deren Standort gefällt wird.“

    Klärung der sicheren verkehrlichen Anbindung

    Der Schulelternbeirat des Rudi-Stephan-Gymnasiums sehe die Notwendigkeit der Schaffung von Kindergartenplätzen. Gerade weil die Interessen der Kinder im Mittelpunkt stünden, engagiere sich der Elternbeirat ehrenamtlich. Zum Wohle der Kinder gehöre zur qualifizierten Planung einer Kita auch die Klärung der sicheren verkehrlichen Anbindung der Einrichtung, so der Eltrenbeirat. Gerade vor dem Hintergrund des Klimawandels sei eine Stärkung des Radverkehrs und des Öffentlichen Personennahverkehrs wichtig, während der „Bringservice durch Elterntaxis“ unbedingt zu reduzieren sei. „Wir können in dem vorgestellten Konzept einige gute Ansätze erkennen, die die schon aktuell nicht haltbaren Zustände am BIZ verbessern können. Ob diese Maßnahmen ausreichen, um den zusätzlichen Verkehr durch die Kita auszugleichen, können wir auf Basis des aktuellen Ausarbeitungsstandes des Konzeptes nicht beurteilen. Vielen Dank für die Vorstellung des Verkehrskonzepts am Bildungszentrum Worms im Zusammenhang mit der geplanten Kita am vergangenen Freitag durch Herrn Beigeordneter Horst“, heißt es in dem Schreiben weiter.

    „Der Auswirkungen bewusst sein“

    „Innerhalb eines Zeitfensters von jeweils 20 Minuten erreichen und verlassen etwa 3.500 Schüler sowie Lehrer, mit den vier Möglichkeiten, zu Fuß, mit dem Fahrrad, mit dem Auto (inklusive Bring- und Holservice) und mit dem Bus, das Bildungszentrum. Dies entspricht in etwa der Hälfte der Einwohner von Worms-Pfeddersheim. Damit es später keine bösen Überraschungen gibt, empfehlen wir dringend die Entscheidung auf valide Daten zu stützen. Wie in unserer vorherigen Kommunikation schon mitgeteilt, halten wir die in der Beschlussvorlage (WIM/008/2019/2024) vom 16. September 2021 angenommene Verkehrszahlen für wenig realistisch“, so der Schulelternbeirat. Er erwarte eine professionelle Verkehrszählung anhand der beurteilt werden könne, ob beispielsweise die zur Verfügung gestellten Halteplätze an den Drop-Off Zonen annähernd ausreichend seien. „Weiterhin sollte hier auch die Anfahrt aus den westlichen Stadtteilen beachtet werden.
Wird ohne diese Daten die Kita gebaut und stellt sich später heraus, dass das BIZ Gelände auch mit größeren Maßnahmen keinen zusätzlichen Verkehr verkraften kann, wird dieses mit der Sicherheit der Kinder bezahlt. Eine solche Entscheidung sollte nicht vorschnell getroffen werden, ohne sich der Auswirkungen bewusst zu sein. Über den Punkt, dass die Anbindung mit dem ÖPNV (Direkte Busverbindungen aus dem Einzugsgebiet zu den Stoßzeiten) verbessert werden muss bestand Einigkeit. Auch dieses kann zu einer Entlastung beitragen, sofern die neue Bushaltestelle den zusätzlichen Verkehr abwickeln kann“, heißt es weiter.

    Zu weiteren konstruktiven Gesprächen sei der Schulelternbeirat des Rudi-Stephan-Gymnasiums jederzeit bereit.

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