Mo., 10. Februar 2020, 18:17 Uhr
STEPHANIE LOHR (CDU): Nun gilt es die Weichen für die Zukunft zu stellen
"Entscheidung von Annegret Kramp-Karrenbauer verdient Respekt"
Zur Entscheidung von Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer, den CDU-Vorsitz abzugeben und die Kanzlerkandidatur für die Union nicht zu beanspruchen, erklärt die Landtagsabgeordnete Stephanie Lohr.
„Vor der Entscheidung Annegret Kramp-Karrenbauers habe ich sehr großen Respekt, mit der Entscheidung gerechnet habe ich aber zu diesem Zeitpunkt nicht.“
Die Entscheidung Annegret Kramp-Karrenbauers verdient großen Respekt. Kramp-Karrenbauer hat sich als erfolgreiche Ministerpräsidentin im Saarland von der Bundespartei erst als Generalsekretärin, dann als Bundesvorsitzende in die Pflicht nehmen lassen. Der Druck in den vergangenen Wochen war enorm groß. Die Frage wer Angela Merkel ins Kanzleramt nach der nächsten Bundestagswahl in 2021 folgt, ist die wichtigste Personalentscheidung, vor der wir in Deutschland stehen
Klar abgrenzen
Dass Annegret Kramp-Karrenbauer ihre persönlichen Ambitionen hinter die Interessen der Partei stellt und sie damit der CDU ermöglicht, nun die K-Frage in einem fairen und umsichtigen Prozess zu beantworten verdient Respekt. Wir brauchen vor allem Einigkeit über unsere politische Positionierung. Das heißt für mich, sich ganz klar nach rechts sowie links abzugrenzen.
Jede Kooperation, jede Zusammenarbeit mit der AfD muss ausgeschlossen sein. Was in Thüringen passiert ist, darf sich nicht wiederholen. Die CDU kann nur als Volkspartei der politischen Mitte erfolgreich sein, und das bedeutet, dass wir uns keinen Millimeter nach rechts bewegen. Klar abgrenzen müssen wir uns aber auch gegenüber der Linken. Wenn uns diese klare inhaltliche Positionierung gelingt, blicke ich angesichts der Vielzahl geeigneter Köpfe in unserer Partei auch optimistisch auf künftige Personalentscheidungen.