Die Gratiszeitung für Worms und das Nibelungenland
Sie sind hier: Startseite » Sport » Entscheidungsspiel um den Aufstieg wurde abgesetzt
Di., 30. Mai 2017, 17:24 Uhr
Nach der 1: 2-Niederlage beim TuS Rüssingen gewann der VfR das Rückspiel mit 3:1, soll aber mit Steffen Straub einen nicht spielberechtigten Akteur eingesetzt haben / Berufungsfrist 7 Tage
Entscheidungsspiel um den Aufstieg wurde abgesetzt
Steffen Straub, der nicht spielberechtigt gewesen sein soll, zeigte den Abwehrspielern des TuS Rüssingen mehr die Absätze als ihnen lieb gewesen sein muss, war auch an allen drei Wormatia-Toren beteiligt. Foto: Klaus Diehl
VON KLAUS DIEHL Man sollte und will auch nichts beschwören, doch es wäre diesmal an der Zeit, dass die Wormaten ihr 3. Relegationsspiel um den Aufstieg in die Verbandsliga Südwest nutzen können, nachdem es in den vergangenen zwei Jahren nicht der Fall war. Zwar verloren die Wormaten am letzten Mittwoch das erste Spiel beim Landesliga- Westzweiten um den Aufstieg in Verbandsliga Südwest mit 1:2, doch am letzten Samstag konnte man den Spieß mit einem verdienten 3:1-Sieg im Rückspiel herumdrehen. Somit hätten die Schützlinge des Trainer-Duos Aydin Ay und Niels Magin am Donnerstagabend um 19.30 Uhr im Wartbergstadion in Alzey Gelegenheit gehabt, Versäumtes aus dem letzten Jahr gegen Eintracht Kreuznach nachzuholen, wo man im Entscheidungsspiel in Guntersblum auf der Strecke blieb. Allerdings wurde das angesetzte Spiel zwischen TuS Rüssingen und VfR Wormatia Worms II in Alzey von Spielleiter Jürgen Veth abgesetzt. Grund sei ein am Mittwoch veröffentlichtes Urteil der Verbandsspruchkammer bezüglich „Einsatz eines nicht spielberechtigten Spielers bei Wormatia Worms II beim Spiel am 27. Mai gegen TuS Rüssingen“.
Das Spiel wird demnach gemäß § 29 d SWFV-SPO für VfR Wormatia 08 Worms II mit 0:2 Toren und 0 Punkten als verloren und für TuS Rüssingen mit 2:0 Toren und 3 Punkten als gewonnen gewertet. Die Berufungsfrist endet bei diesem Urteil am siebten Tag nach der Veröffentlichung. Bis zum Redaktionsschluss wurde kein Vereinverantwortlicher zwecks Stellungnahme erreicht. Vor gut 400 Zuschauern und sommerlichen Temperaturen standen bei den Wormaten mit Fatih Köksal, Sebastian Schmitt und Steffen Straub drei Spieler aus dem Kader der Regionalliga auf dem Platz. Besonders gut aufgelegt war Steffen Straub, der an allen drei Toren beteiligt war. So bereits in der 10. Minute, als er Sebastian Schmitt geschickt im Strafraum bedient hatte und dieser von Torhüter Hamdi Koc nur noch unfair gebremst wurde. Steffen Straub ließ vom 11m-Punkt dem einstigen Ataspor-Torhüter keine Abwehrchance.
Rüssingen reagierte sofort, machte Druck und bereits in der 13. Minute stand es 1:1, als Calin Siclovan einen Freistoß direkt auf den Kopf von Ivica Dzian drehte und dieser den Ball über den Kopf rutschend zum 1:1 im Netz landen ließ. Die nächste Chance hatten die Gäste durch Sencer Koc, doch sein Schuss rutschte knapp am Tor von Wormatia -Torhüter Enez Aslan vorbei, der auch nach der Pause einige gefährliche Schüsse hervorragend meistern konnte. Doch Wormatia kam wieder zurück ins Spiel, ein Straub-Freistoß auf die Querlatte und ein Dribbling von Ali Bülbül konnte gerade noch vor der Pause verhindert werden.
Straub war überragend
Der alles überragende Akteur nach der Pause auf dem Platz war Steffen Straub, der seinem Bewacher immer wieder davon lief. Auch in der 52. Minute, als er zum freistehenden Sebastian Schmitt auflegte, dieser aber gefoult wurde. Den fälligen Freistoß knapp hinter der 16-Linie verwandelte Straub unhaltbar in das von ihm aus gesehene linke Tor-Dreieck. Auch das 3:1 ging auf die Füße von Steffen Straub. Als er auf der rechten Seite fast von der Torauslinie aus ganz spitzem Winkel auf das Gästetor zielte und Marcel Edel, der nächste Saison wieder bei der TSG Pfeddersheim spielt, den Ball per Schuss in das eigene Tor abfälschte. Damit war das faire Spiel entschieden.