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  • Di., 15. Dezember 2015, 16:43 Uhr
    Antrittsbesuch der neuen Landeskonservatorin

    Entschlossen, historische Gebäude zu erhalten

    Von links: Dr. Irene Spille, Dr. Gerold Bönnen, Bürgermeister Hans-Joachim Kosubek, Dr. Roswitha Kaiser, OB Michael Kissel, Dr. Alexandra Fink und Baudezernent Uwe Franz besprechen aktuelle und anstehende Projekte.

    In „großer Runde“ absolvierte Dr. Roswitha Kaiser nun ihren Antrittsbesuch bei Oberbürgermeister Michael Kissel. Neben dem Stadtchef begrüßten auch Bürgermeister Hans-Joachim Kosubek, Baudezernent Uwe Franz, Archivleiter Dr. Gerold Bönnen und Dr. Irene Spille, Leiterin der Unteren Denkmalschutzbehörde, die neue Landeskonservatorin. Die 57-jährige Dr. Roswitha Kaiser hat im Juli die Nachfolge von Dr. Joachim Glatz als Leiterin der Landesdenkmalpflege übernommen. Fremd ist die promovierte Architektin auf diesem Gebiet nicht – im Gegenteil. Nach einem Zwischenstopp in Sachsen-Anhalt als Architektin unmittelbar nach dem Studium wechselte Dr. Kaiser 1996 als wissenschaftliche Referentin im Westfälischen Amt für Denkmalpflege in Münster in die Denkmalpflege. Zuletzt war sie als Abteilungsleiterin im Landesamt für Denkmalpflege in Hessen tätig. Rheinland-Pfalz sei nun eine weitere große Herausforderung, denn dort habe sich viel geschichtsträchtiges ereignet, so die gebürtige Aachenerin.


    OB Kissel umriss die denkmalpflegerische Situation in Worms und wies auch auf spezifische Eigenheiten hin – etwa die in Worms latent bis stark  ausgeprägte Skepsis gegenüber Neubauprojekten. Als Grund hierfür nennt er vor allem die fortwährende Präsenz des barocken Worms im kollektiven Gedächtnis. „Viele Wormser trauern diesen Bauwerken, die in verschiedenen Kriegen zerstört wurden, immer noch nach“, weiß der Stadtchef.


    Im Zentrum des Gesprächs standen jedoch laufende und anstehende Projekte, etwa die Renovierung des städtischen Museums im Andreasstift und die Restaurierung des Herrnsheimer Dalbergschlosses. Für beide Projekte bemüht sich die Stadt um Fördermittel. „An der Vielzahl der laufenden Projekte sieht man, dass wir entschlossen sind, unsere historischen Gebäude zu erhalten“, unterstrich der Oberbürgermeister.


    Besonders der Umbau des Museums liegt auch Bürgermeister Kosubek am Herzen: Aufgrund der verschiedenen Jahrestage, die in den nächsten Jahren anstehen, seien die Arbeiten unumgänglich. Bei der derzeitigen Ausstattung der Räumlichkeiten gelinge es noch nicht einmal, Leihgaben und besonders wertvolle Exponate nach Worms zu holen. Und auch die Barrierefreiheit ist momentan nicht gegeben. „Bei diesen Umbaumaßnahmen ist eine permanente Abstimmung mit der Landesdenkmalpflege unumgänglich“, betonte der Bürgermeister.


    Was dem Stadtchef wiederum Sorge bereitet, ist der bauliche Zustand des Heylshofs. Hier stehe die Landesdenkmalpflege in ständigem Dialog mit dem Kuratorium, berichtete Dr. Alexandra Fink. Von der Herkules-Figur an der Grotte, die sich als „falscher“ Herkules entpuppt habe, solle etwa eine Kopie erstellt werden, das Original wolle man museal aufbereiten. Doch noch fehlen die Mittel für das Vorhaben.


    Ein künftiges Projekt, das Dr. Kaiser mitbegleiten wird, wird die Restaurierung der zur Synagoge gehörenden Mikwe sein.


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