Fr., 03. Februar 2017, 16:33 Uhr
Sporthalle der Staudinger Schule, der Neusatz-, Pestalozzi-, Ernst-Ludwig- und Karmeliter-Grundschule können nach der Reinigung wieder freigegeben werden
Entwarnung für fünf Sporthallen
Nachdem die Stadt insgesamt elf Schulsport- und Gymnastikhallen sperren musste, um die Deckenkonstruktionen zu überprüfen, liegen inzwischen erste Ergebnisse vor. Ein externer Prüfingenieur und ein Statiker konnten nach eingehender Untersuchung bei fünf Hallen Entwarnung geben: Die Sporthalle der Staudinger Schule, der Neusatz-, Pestalozzi-, Ernst-Ludwig- und Karmeliter-Grundschule können nach der Reinigung wieder freigegeben werden. Geschlossen bleiben muss die Gymnastikhalle der Staudinger Schule. Wie auch in der Halle der Heppenheimer Grundschule muss hier die abgehängte Decke ausgebaut werden.
In drei weiteren Sportstätten – Grundschule Rheindürkheim, Dalberg-Grundschule im oberen Bereich sowie Karmeliter-Realschule plus sind die Gerüste für die Deckenöffnung bereits aufgebaut, die Untersuchungen laufen. Sobald wieder Gerüstkapazitäten frei sind, werden die Experten schließlich noch die Deckenkonstruktion in der Gymnastikhalle des Eleonoren-Gymnasiums in Augenschein nehmen. „Dank der Umsicht von Baudezernent Uwe Franz und der zügigen Überprüfung der Räumlichkeiten konnten wir Gefahren für alle Hallennutzer ausschließen und verhindern, dass es zu einem ähnlichen Vorfall wie an der Staudinger Grundschule kommt“, lobt Oberbürgermeister Michale Kissel die Vorgehensweise des Baudezernenten und des Gebäudebewirtschaftungsbetriebs.
Leider lasse sich heute kaum noch nachvollziehen, welche Firmen am Bau der Hallen beteiligt gewesen seien, doch die Verwaltung prüfe dies noch eingehender, versichert Baudezernent Uwe Franz. Ähnlich verhält es sich mit der Art der Deckenkonstruktion. „Aktuell müssen wir davon ausgehen, dass es in den sechziger und siebziger Jahren gängige Methode war, abgehängte Holzdecken mit Nägeln zu befestigen, doch auch hierzu erhoffen wir uns noch weitere Erkenntnisse“, so der Baudezernent. Insofern lasse sich nicht ausschließen, dass auch in anderen Kommunen solche Konstruktionen vorzufinden seien. Das Land habe die Situation im Blick.