Sa., 26.09.2026
Die Gratiszeitung für Worms und das Nibelungenland
  • Startseite
  • Sport
  • Termine
  • Stellenmarkt
  • So., 19. Juni 2016, 11:28 Uhr
    Wormser Grünen befürchten Finanzdebakel beim Parkhaus Koehlstraße / Bisheriger Beschluss hinfällig?

    „Er wird Zeit, den Resetknopf zu drücken”

    Das Parkhaus am Dom/Koehlstraße.


    Unter keinem guten Stern scheint das Neubauprojekt eines Parkhauses in der Koehlstraße zu stehen, so die Wormser Grünen. Nach eigenen Berechnungen würden die sich ständig ändernden Planungen mittlerweile eine Kostensteigerung von 75% pro Stellplatz bedeuten. Daran ändere auch eine Reduzierung der Stellpätze nur wenig, da die Kosten dann eben auf weniger Stellplätze umgelegt werden können.

    Zu Beginn der Planungen wurden knapp 5 dann von 6,7 Millionen Euro genannt und dieser Betrag war auch Beschlussgrundlage für einen Neubau. Wenn sich unsere Kalkulation bestätigt und die Kosten gar auf 10 Mio. Euro steigen, so wäre dies ein Debakel, das zum Handeln zwingt. Der Beschluss für dieses Parkhaus wäre hinfällig, denn er fiel finanziell auf einer gänzlich anderen Grundlage, erklären die Grünen.

    Kein Kostenvorteil erkennbar

    Bei einer solche Kostenexplosion müsste dringend komplett neu über Bedarfe und finanzielle Möglichkeiten der Parksubvention in Worms nachdenken. Es wäre unverantwortlich ein sogar verkleinertes Parkhaus zu bauen, das jährlich ein Defizit von vielen hunderttausenden Euro reißt. Auch über die Reihenfolge Koehlstraße - Ludwigsplatz müsste neu diskutiert werden, wenn der vermeintliche Kostenvorteil des sogenannten Parken am Dom zerrinne.

    Kein Leben auf Pump

    „Vor allem aber muss endlich über eine weitgehende Kostendeckung der Parkhäuser durch deren Gebühren gesprochen werden. Wir dürfen nicht einerseits teuer bauen und andererseits billig parken wollen! Es sollte Jedem einleuchten, dass ein derartiges Leben auf Pump von allen Steuerzahlern beglichen werden muss - egal ob sie ein Parkhaus nutzen oder nicht. Und vor allem ist es schäbig, unseren Kindern Schulden zu hinterlassen, die wir nicht für Bildung, Integration und sozialen Frieden gemacht haben”, betont Richard Grünewald.

    „Wir fordern daher einen sauberen Businessplan, der belastbar vorrechnet, wie die Kosten für Bau und Unterhaltung wieder eingespielt werden sollen und welche Zuschüsse das Projekt jährlich frisst. Wenn diese Kalkulation ein Fass ohne Boden offenbart, lehnen wir den geplanten Bau als unverantwortlich ab”, führt Grünewald weiter aus und gibt abschließend zu denken, welchen Beitrag ein Parkhaus zu einer notwendigen Verkehrswende hin zu einer emissionsfreien, gesunden und schnelleren Mobilität, die mehr Lebensqualität für unsere Stadt bringt überhaupt leiste.

    Beitrag aus der Rubrik

    » Worms und Ortsteile
    Anzeige Reifen Mast KN10123Anzeige Platten NOLLAnzeige Online StellenmarktAnzeige VHS
    Anzeige TicketshopAnzeige AmtsblattAnzeige Cecil Cycle KN18256
    Anzeige Tip SüdhessenAnzeige das WormserAnzeige 3 Füller 1