
Im September vergangenen Jahres trat Oberstleutnant der Reserve Frank Schweitzer die Nachfolge von Oberstleutnant Professor Dr. Adrian von Dörnberg als Leiter des Kreisverbindungskommandos (KVK) Worms an. Im Amtszimmer von Oberbürgermeister Michael Kissel ernannte ihn nun Oberst Erwin Mattes, Kommandeur des Landeskommandos Rheinland-Pfalz, auch formell zum Leiter des KVK. „Ich freue mich, dass ein so erfahrener und kompetenter Nachfolger, der in der Verwaltung und bei den zivilen Rettungsorganisationen bereits bekannt ist, für Oberstleutnant von Dörnberg gefunden wurde und damit die Kontinuität in der zivil-militärischen Zusammenarbeit gewährleistet ist“, betonte der Stadtchef.
Oberstleutnant Schweitzer, von 1987 bis 1997 aktiver Artillerieoffizier bei der Bundeswehr, war seit mittlerweile zwanzig Jahren in verschiedenen Verwendungen als Reserveoffizier tätig. Seit Indienststellung des KVK Worms 2007 fungierte er als dessen stellvertretender Leiter. Im September hatte er den nach Erreichen der Altersgrenze aus dem Dienst ausgeschiedenen Oberstleutnant Professor Dr. Adrian von Dörnberg als KVK-Leiter abgelöst.
Im Rahmen der zivil-militärischen Zusammenarbeit (ZMZ) verfügt die Bundeswehr in jedem Bundesland (Ausnahme Berlin) über ein Landeskommando als Ansprechpartner für die Landesregierung. In Regierungsbezirken beziehungsweise Landkreisen und kreisfreien Städten existieren darüber hinaus Bezirks- beziehungsweise Kreisverbindungskommandos, die jeweils mit bis zu zwölf speziell ausgebildeten und ortsansässigen Reservisten besetzt sind. Basierend auf der Verwaltungsgliederung der jeweiligen Bundesländer gibt es im Bundesgebiet mehr als 30 Bezirksverbindungskommandos und 401 Kreisverbindungskommandos.
Die Aufgaben des KVK Worms bestehen primär in der Beratung der zivilen Entscheidungsträger über Anforderungen, Möglichkeiten, aber auch über Grenzen der Unterstützung der Bundeswehr in der Amts- und Katastrophenhilfe. Das KVK Worms leitet entsprechende Unterstützungsforderungen an die übergeordneten Dienststellen der Bundeswehr weiter und koordiniert den möglichen Einsatz von Bundeswehr-Einheiten im Stadtgebiet. Seinen Sitz hat das KVK in der Hauptfeuerwache. Unter anderem arbeitet es auch im Arbeitskreis Prävention/Sicherheit, bekannt geworden als das „Wormser Modell“, mit und begleitet zahlreich Übungen.
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