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  • Mo., 15. Juni 2020, 12:38 Uhr
    Mehrgenerationenhaus Neuhausen: Diakonisches Werk Rheinhessen und Stadt Worms freuen isch über gelungenes Projekt

    Erfolgreiche Bewerbung für achtjährige Förderperiode

    Vielerorts hat die Corona-Pandemie zu massiven Einschränkungen geführt und seine Spuren hinterlassen. Als offener Treff und Begegnungsstätte von Jung und Alt musste auch das Mehrgenerationenhaus (MGH)  in der Heinrich-von-Gagern-Straße in Neuhausen durch die Coronaverordnungen mit ihren verschärften Hygienevorschriften seine Angebote massiv zurückfahren oder gar absagen. 

    Um seine Existenz muss sich das Mehrgenerationenhaus jedoch glücklicherweise keine Sorgen machen. „Aktuell ist der Förderbescheid des Bundesamts für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben für das laufende Jahr eingetroffen, wonach das Mehrgenerationenhaus mit rund 56.000 Euro gefördert wird. 

    Diesmal sogar 1.000 Euro mehr als üblich, für  Ausgaben, die aufgrund der Coronakrise zusätzlich entstehen“, informiert Klaus Engelberty, der Leiter des Diakonischen Werks Rheinhessen, das vor rund eineinhalb Jahren die Trägerschaft für das Mehrgenerationenhaus übernahm. Und auch für die künftige Zeit ist die Finanzierung gesichert: „Wir haben uns erfolgreich für die neue Förderperiode beworben, die ab dem 1. Januar 2021 unter dem Motto „Miteinander – Füreinander“ starten wird und eine Laufzeit von acht Jahren hat“, freut sich Engelberty über die Förderzusage und mit ihm Sozial- und Bildungsdezernent Waldemar Herder. 

    Dank für ehrenamtliche Hilfe
    Die Stadt ist fester Kooperationspartner und übernimmt neben einer finanziellen Zuwendung von jährlich 10.000 Euro zusätzlich die Miet- und Nebenkosten für die Wohnung des Mehrgenerationenhauses in der Heinrich-von-Gagern-Straße 45. „Ohne das ehrenamtliche Engagement und die aktive Teilhabe der Stadtteilbewohner würde unsere finanzielle Hilfe jedoch im Boden versickern“, verdeutlicht Herder.

    Unter dem Motto „Miteinander – Füreinander“ wird der Blick im Mehrgenerationenhaus auf die Stärkung des sozialen Zusammenhalts und der Demokratie, die Förderung digitaler Kompetenzen und das ehrenamtliche Engagement gerichtet. Ob Ausflüge für Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen, Mittagstisch für Senioren und Schüler, Kochkurse, Spielenachmittage oder  Gartenprojekte mit Kindern, die Angebote tragen dazu bei, die Menschen zusammenzubringen und die Nachbarschaftshilfe und Teilhabe zu fördern. Mit der Coronakrise war jedoch schlagartig vieles nicht mehr möglich, außer dem Gemeinschaftssinn.

    Wieder bewährte Angebote unterbreiten
    „Wir haben einige fleißige Helferinnen, die ehrenamtlich bis jetzt 100 Masken genäht und diese an Nachbarn, Freunde und Bekannte in Neuhausen verteilt haben“, berichtet Sara Biedinger vom Diakonischen Werk Rheinhessen, die im Mehrgenerationenhaus die Angebote koordiniert. „Aktuell finden wegen Corona zwar nur wenige Veranstaltungen bei uns statt, doch mit den jetzt verkündeten Lockerungen freuen wir uns darauf, bald wieder die bewährten Angebote unterbreiten und die Zusammenarbeit mit der Stadt Worms fortführen zu können“, ergänzt Claudia Koch, Regionalleiterin des Diakonischen Werkes in Worms, und führt als Beispiel etwa die gelungene Kooperation zwischen dem Mehrgenerationenhaus und der Ehrenamtskoordination der Stadt Worms beim mehrsprachigen Vorlesen an.  

    „Wir wollen Kinder in ihrer sprachlichen Entwicklung stärken und für die Sprachenvielfalt sensibilisieren und kommen daher gerne immer wieder nach Neuhausen“, bestätigt die Bildungskoordinatorin für Neuzugewanderte, Katja Meyer-Höra, die gemeinsam mit der Beauftragten für Migration und Integration, Veronik Heimkreitner, diese interkulturelle Lesereihe initiiert. Einen Überblick über die Angebote des Mehrgenerationenhauses können sich Interessierte auf der Homepage des Diakonischen Werkes Rheinhessen (www.diakonie-rheinhessen.de) verschaffen oder direkt telefonisch Kontakt aufnehmen unter 06241/3694455.

    Beim MGH ziehen das Diakonische Werk Rheinhessen und die Stadt Worms an einem Strang. Klaus Engelberty, Leiter des Diakonischen Werkes Rheinhessen (rechts) und Sozial- und Bildungsdezernent Waldemar Herder (links) freuen sich über die Aufnahme der Einrichtung in das Förderprogramm des Bundes. Mit auf dem Bild die beiden Mitarbeiterinnen des Diakonischen Werkes, Sara Biedinger (2. von links), Projektkoordinatorin im Mehrgenerationenhaus und Claudia Koch, Regionalleitung Beratungszentrum Worms.


     

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