
Von Marcus Diehl › Seit etwa einem Jahr besteht beim VfR Wormatia Worms eine Inklusionsmannschaft. Und in dieser kurzen Zeit konnte die Mannschaft schon einige Erfolge verzeichnen. Jeden Freitag treffen sich die Fußballerinnen und Fußballer mit und ohne Beeinträchtigung zum gemeinsamen Training – eine Erfahrung, von der alle Beteiligten profitieren und sich nicht nur auf das Sportliche reduziert. So wurde bei den Special Olympics in Hanau die Goldmedaille geholt, in der Rubrik „Unified Fußball“. Oder beim Jubiläumsturnier des TuS Olsbrücken wurde das Erwachsenenteam Turniersieger, ebenso das Jugendteam, zusammen in einem Team mit den Gastgebern. Trainiert und betreut wird das Team von Sabine Förster und Christopher Braun, unterstützt von der weiblichen Jugend des VfR. Dieses tolle Engagement nahm der Verein „Gemeinsam Leben Worms-Wonnegau“ zum Anlass, die Wormatia mit dem Inklusionsbären auszuzeichnen.
Einmal im Jahr würdigt der Verein besondere Arbeiten für Inklusion in Worms und Umgebung. Er unterstützt Schulen, Sportvereine und Kitas mit der Agenda, dass Kinder mit und ohne Behinderung zusammen leben, lernen, spielen und Spaß haben können. Der Verein informiert und sucht immer wieder die Gespräche mit den Vertretern der demokratischen Parteien: Er kann als Beratungsstelle aufgesucht werden und ist sehr aktiv darin, das Anliegen Inklusion der Wormser Öffentlichkeit darzulegen. Mit dem Inklusionsbären wurden jetzt schon verschiedene Privatpersonen, Institutionen oder Sportvereine für ihr ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet.
Beim Stadionfest haben vom Verein „Gemeinsam Leben“ Jörg Stephan gemeinsam mit Helmut Bauer den Inklusionsbären 2025 überreicht. Dabei war auch der Spender des Preisgeldes von 200 Euro, Helmut Emler. „Ich unterstütze den Inklusionsbären schon seit 15 Jahren. Dieses Thema ist mir sehr wichtig. Ich finde, sehr gute Arbeit muss honoriert werden.“ Strahlend nahm Sabine Förster diese Auszeichnung, stellvertretend für alle Beteiligten, entgegen. Dabei erzählte sie voller Stolz über die Arbeit mit dem Team. „Toll, was jeder in der Mannschaft leistet. Es macht sehr viel Spaß und wir bekommen sehr viel zurück.“ Denn wie der Verein in einem Flyer treffend schreibt: „Miteinander lernen heißt voneinander lernen – Inklusion beginnt nicht im Kopf, sondern im Herzen.“