BRIEFMARKENSAMMELVEREIN: Nibelungen-Briefmarke lockt viele Besucher / Ausstellung bis Ende Oktober zu sehen
Erfolgreiche Präsentation
Lange Schlangen gab es bei der Präsentation der Nibelungen-Briefmarke. Foto: Frank Schumann
Drei Millionen Mal wurde sie im Auftrag des Bundesfinanzministeriums gedruckt. Gemeint ist die Nibelungen-Briefmarke, die am vergangenen Donnerstag bei einem Aktionstag des Briefmarkensammlervereins der Wormser Öffentlichkeit präsentiert wurde. Das Thema Nibelungen ist die vierte Marke, die das Ministerium, der offizielle Herausgeber von Briefmarken in Deutschland, in der Serie „Deutsche Sagen“ verausgabt.
„Es war richtig viel los. Schon vor dem offiziellen Beginn um 10 Uhr gab es eine lange Schlange an Besuchern, die die Marke erwerben wollten“, so Markus Holzmann vom Briefmarkensammlererein. Dabei waren nicht nur Sammler, die sich die Marke mit einem besonderen Ersttagspoststempel von den deiden anwesenden Postmitarbeitern entwerten lassen wollten, sondern auch viele Wormser, die erzählten, dass sie mit der Marke ihre Post frankieren wollen. „Die Marken sehen nur äußerlich gleich aus, denn jeder der aufgedruckten Digitalcodes ist verschieden, so dass man mittels einer App nach dem Scannen seinen Brief verfolgen kann und Informationen zum Motiv erhält", so Holzmann.
Viele Schätze
Gute besucht war auch die Ausstellung des Vereins, in der Markus Holzmann viele Schätze zum Thema Nibelungen aus seinem Fundus zeigt. Im Mittelpunkt der Schau, die noch bis Ende Oktober für Theaterbesucher zugänglich ist, stehen Ansichtskarten, wie etwa mit Filmszenen aus dem Stummfilm „Die Nibelungen“ von Fritz Lang aus den 1920er-Jahren oder Sammelbilder über die Sage, die die Horchheimer Firma Pfeiffer und Diller an Kunden verteilte. Und natürlich ist auch die Briefmarkenserie selbst mit den Nibelungen und den vorherigen Ausgaben „Loreley“, „Rattenfänger von Hameln“ und „Die Heinzelmännchen“ zu sehen, genauso wie Handschriften aus der Stadtbibliothek, Bücher aus dem Worms Verlag und Tusche-Minikunstwerke aus dem Nibelungenmuseum.