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  • Mo., 14. Dezember 2015, 13:33 Uhr
    Kernbrennstoffentsorgung des Kernkraftwerks Biblis hat unter maximalen Sicherheitsvorkehrungen begonnen

    Erfolgreicher Start der CASTOR-Kampagne

    „Der erste Schritt in Richtung Kernstoffbrennfreiheit ist getan: Unter maximalen Sicherheitsvorkehrungen wurde der erste CASTOR-Behälter mit Brennelementen aus dem Reaktorblock Biblis A beladen und ins benachbarte Standort-Zwischenlager transportiert. Je schneller die Kernbrennstofffreiheit erreicht wird, desto schneller beginnt auch der Rückbau der Anlage“, sagte Umweltministerin Priska Hinz heute in Wiesbaden zum Start der sogenannten CASTOR-Kampagne – der Erlaubnis zur Einlagerung von Transport- und Lagerbehältern CASTOR V/19 neuer Bauart in das Standortzwischenlager.


    Das Bundesamt für Strahlenschutz hatte der RWE Power AG im November grünes Licht für das Vorhaben erteilt. Danach konnte auch die Fachaufsicht im hessischen Umweltministerium seine, für Einzelbereiche erforderliche, Zustimmung geben. Die ersten 19 Brennelemente sind erfolgreich und ohne Zwischenfälle in den CASTOR-Behälter eingebracht worden. Die abschließende Sicherheitsprüfung war erfolgreich. „Es bestand zu keiner Zeit eine Gefahr für die Anwohnerinnen und Anwohner oder die Umwelt“, versicherte die Ministerin.


    Insgesamt 946 bestrahlte Brennelemente – 440 in Block A und 506 in Block B – befinden sich in den Brennelementelagerbecken der beiden Blöcke des Kernkraftwerks Biblis. Nach Stilllegung des Kraftwerks hat sich sowohl die RWE Power AG als Betreiberin der Anlagem, als auch das hessisches Umweltministerium als atomrechtliche Aufsichtsbehörde zum Ziel gesetzt, im Block A bis Ende 2016 und Block B bis Ende 2017 kernbrennstofffrei zu sein. Dazu müssen alle Brennelemente in CASTORen verladen und in das Standort-Zwischenlager auf dem Betriebsgelände transportiert werden. „Die Kernbrennstofffreiheit ist ein wichtiges Element für einen zügigen und deutlich einfacheren Rückbau der Anlage. Ich bin sehr froh, dass wir noch in diesem Jahr mit der Überführung der ersten Brennstäbe in das Zwischenlager beginnen konnten und noch dazu erwartungsgemäß alles störungsfrei abgelaufen ist“, betont Hinz.


    Die RWE-Power AG hatte Ende September nach acht Jahren Genehmigungsdauer durch das Bundesamt für Strahlenschutz die 5. Änderungsgenehmigung zur Aufbewahrung von Kernbrennstoffen im Standortzwischenlager erhalten. Diese Genehmigung ist die zentrale Voraussetzung für die CASTOR-Kampagne – die Erlaubnis zur Einlagerung von Transport- und Lagerbehältern CASTOR V/19 neuer Bauart in das Standortzwischenlager. Parallel hat das hessische Umweltministerium aufsichtliche Verfahren zu anlagentechnischen Änderungen geführt. „Wir konnten alle Verfahren erfolgreich abschließen, so dass nach dem aktuellsten Stand von Wissenschaft und Technik ein maximales Sicherheitsniveau bei der Beladung und Einlagerung der CASTOR-Behälter gewährleistet ist“, sagte Hinz.

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