
Eine Staffel ist in der Individualsportart Leichtathletik immer etwas ganz besonderes, kommt es hier doch auf Teamspirit und Zusammenarbeit an. Noch spezieller wird es allerdings, wenn sich die Staffel aus Athleten mehrerer Vereine zusammensetzt, die eigentlich Konkurrenten sind und sich nun im gemeinsamen Rennen zusammenraufen müssen.
Jüngstes Beispiel für eine solch gelungene Kooperation ist die neue Startergemeinschaft der TG Worms mit dem TV Abenheim, die bei den Regionsmeisterschaften in Saulheim erstmalig über 4x75m der männlichen Jugend U14 an den Start ging. In der Besetzung Alexander Rodianov, Fabian Gryga, Nicolai Plett und Malte Giese gelang dem Quartett beim Debut ein ansprechender 3. Platz mit einer Zeit von 42,68sec.
Als jüngste Mannschaft am Start
Dabei hatten die Vier einen entscheidenden Nachteil gegenüber den erst- und zweitplatzierten Mannschaften vom USC Mainz und dem TV Schott Mainz, denn sie waren die jüngste Mannschaft. Dadurch hatten sie gegen Läufer, die zum Teil zwei Jahre älter und deutlich größer waren, keine ganz reelle Chance. Vor allem die jeweiligen Schlussläufer, mit denen es Malte Giese zu tun bekam, waren durch den Altersvorsprung klar im Vorteil. Trotzdem war das Wormser Quartett am Ende zufrieden und TGW-Trainer Eduard Plett zog ein positives Fazit: „Die Bedingungen waren gut, das Wetter war fantastisch und für das erste Rennen überhaupt war das ein ordentliches Ergebnis.“
In den Einzeldisziplinen „battelten“ sich dann Malte Giese (TV Abenheim) und Nikolai Plett (TG Worms) ordentlich um die Spitzenplätze. Dabei hatte Malte die Nase sowohl im Speerwerfen, mit 26,63 m und dem Gewinn des Meistertitels als auch im Hochsprung mit 1,35 m und Rang zwei die Nase vorn. Nicolai wurde im Speerwurf, der zeitweise heftig vom Winde verweht war, mit 21,39 m Vizemeister und belegte im Hochsprung mit 1,19 m Rang drei – letzteres nicht zuletzt der Tatsache geschuldet, dass die Trainingsbedingungen für den Hochsprung aktuell kaum schlechter sein könnten. Beide haben bei den Meisterschaften insgesamt jedoch prima gekämpft und für in Zukunft dürfte von den jungen Talenten noch einiges zu hören sein.