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  • Mi., 29. März 2017, 13:30 Uhr
    Ergebnisse der Klausurtagung des Seniorenbeirats

    Erfreuliche Bilanzen

    In der jährlichen Klausurtagung des Seniorenbeirats hat Schriftführer Bruno Behr eine lange Aktivitätenliste des Jahres 2016 mit über 100 wahrgenommenen Aktionen, Terminen und Sitzungen vorgelegt. Bruno Behr unterstützt die Arbeit des Beirats besonders durch digitale Hilfen und Auswertungen der Aktionen des Beirates. Die Befragung der Bewohner über 60 Jahren in der Kernstadt wurde von ihm anschaulich präsentiert. Die Gesprächspartner waren überwiegend bereits hochbetagt, also über 80 Jahre alt. Alle leben gerne in der Innenstadt, schätzen die Nähe von Geschäften und die Ruhe. Der Albert-Schulte-Park findet wieder Vertrauen und man würde sich auf Angebote zum Treffen und für Bewegung freuen. Das Zusammenleben mit den vielen ausländischen Familien wird geschätzt, aber auch als schwierig bezeichnet. Beide Seiten wünschen sich mehr Kontakt, was eine erfreuliche Bilanz ist. Es mangelt oft an Gelegenheiten oder sprachlichen Unsicherheiten. „Wir haben tolles Material zum Leben der älteren Menschenin der Innenstadt zusammengetragen, dem sich nun Aktivitäten ableiten lassen“, meint der frühere IT-Fachmann.

    Die Arbeitsgruppe Stadtentwicklung, der Gernot Lahr, Dieter Horst, Klaus Steinborn und Peter Buhl angehören, führten ausführliche Gespräche mit der Geschäftsleitung der Wohnungsbau GmbH und der städtischen Sozialplanung. Von 1364 Mietinteressenten stehen 174 ältere Menschen auf der Warteliste für eine preiswerte Wohnung bei der Wohnungsbau und 604 Personen, die im Grundsicherungsbezug stehen. Das sind ca. 50 % der Wohnungssuchenden bei der Wohnungsbau. „Die Wahrscheinlichkeit, dass in Worms schnell 400 Wohnungen mit Sozialbindung gebaut werden, ist eher gering“, so die Einschätzung von Gernot Lahr.“ Es werden jetzt gerademal 29 dieser Wohnungen gebaut und alle Investoren, die Projekte in Worms planen, werden von der Stadt nicht verpflichtet, dieses gleich zu tun. Wir sind damit nicht zufrieden“, so der ehemalige Direktor der AOK. Die bisher geplanten Wohnungen werden nur barrierearm sein. Es ist nun geplant die relativ vielen älteren Neubürger im Quartier der „Engagierten Stadt“ anzuschreiben und sie auch zu befragen, welche Gründe sie dazu bewogen haben, nach Worms zu ziehen.

    Der Austausch der Bewohnervertretungen in den Heimen wurde durch regelmäßige Treffen mit Margit Gräff-Bens stark vorangetrieben und hat einen sehr professionellen Charakter angenommen. „Wir sind mit den Einrichtungen und deren Bewohnern in einem guten Dialog“, so die stellvertretende Vorsitzende.

    Vorsitzende Christina Heimlich dankte Andrea Knierim vom Seniorenbüro für die freundliche Unterstützung der Arbeit des Seniorenbeirats unter schwierigen Bedingungen mit einem Blumenstrauß. Es ist nun abzusehen, dass die Besetzung der Abteilungsleiterstelle noch länger dauern wird und viel Arbeit auf ihren Schultern lasten wird.

    Die Beteiligung am Seniorenfest im Juli, die Kommunikation mit den älteren Bürgern, Bewegung vor Ort und der Innenstadtausschuss sowie Themen der Ortsbeirätewerden den Beirat in den nächsten Wochen beschäftigen. „Auch das Bewohner-Parkfest ist eine gute Gelegenheit , die Kontakte mit den Senioren im Quartier zu vertiefen“, so die Vorsitzende. Die zukünftige hausärztliche Versorgung, ein Workshop „Rechtsfragen im Alter“, vorbereitet von Mitglied Peter Brandt, stehen des Weiteren  auf der Agenda.

    Die nächste Öffentliche Sitzung es Seniorenbeirats findet am Donnerstag, dem 6. April um 15 Uhr in Zimmer 220/21 im Rathaus, Marktplatz 2, statt. Schwerunkt wird das Ehrenamtskonzept der Stadt sein.

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