ARBEITSMARKTBERICHT: Im Juli drängen in Worms vor allem jüngere Menschen auf den Arbeitsmarkt
Erhöhung der Arbeitslosigkeit
Der deutlichste Anstieg ist im Bereich der unter 25-Jährigen zu verzeichnen.
Im Juli erhöhte sich in Worms mit dem Beginn der Urlaubs- und Ferienzeit jahreszeitüblich vor allem die Zahl jüngerer Arbeitskräfte nach Ausbildung oder Schulbesuch. Mehr als die Hälfte der neu gemeldeten arbeitslosen Menschen war 25 Jahre oder jünger. „Angesichts der hohen Nachfrage nach Fachkräften ist es für die Betriebe von großer Bedeutung, Nachwuchs auszubilden und ihre nun ausgebildeten Fachkräfte zu halten“, erläutert Susanne Decker, Geschäftsstellenleiterin der Wormser Arbeitsagentur. „Nicht wenige der jungen Menschen orientieren sich nach der Ausbildung aber noch einmal um, entweder mit dem Blick auf andere Unternehmen oder aber sogar in Richtung Studium bzw. weiterer Ausbildung. In der Übergangszeit entsteht so eine kurzfristige Arbeitslosigkeit“.
Die Chancen, dass diese schon bald wieder in Lohn und Brot stehen, sind laut Decker, trotz etwas zurückgehender Arbeitskräftenachfrage, dennoch gut. Nach wie vor sei die Stimmung am Arbeitsmarkt in Mainz positiv und die Unternehmen suchten quer durch alle Branchen nach ausgebildetem Personal. Wer noch keine Alternative habe, für den bietet die Agentur für Arbeit Anfang September in der Rheingoldhalle eine große Jobmesse an. „Hier präsentiert sich unsere Region mit vielen attraktiven Arbeitgebern als innovativer und nachhaltiger Beschäftigungs-und Wirtschaftsstandort“ so Decker. Neben der direkten Kontaktaufnahme mit den anwesenden Unternehmen wird es in einem umfangreichen Rahmenprogramm Gelegenheit geben, nützliche Tipps und Tricks oder den letzten Schliff für seine Bewerbungsunterlagen zu erlangen. Nähere Infos hierzu im Internet unter www.jobaktiv-mainz.de
Die Arbeitsmarktzahlen im Überblick
Im Juli waren in Worms bei der Dienststelle der Arbeitsagentur und dem Jobcenter insgesamt 4.287 Personen als unterbeschäftigt registriert. Das war einer mehr als im Juni aber 144 oder rund 3 Prozent weniger als vor einem Jahr. 3.086 Männer und Frauen waren arbeitslos gemeldet, 68 mehr als im Vormonat und 11 oder 0,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Arbeitslosenquote stieg auf 6,7 Prozent. Vor einem Jahr hatte die Quote ebenfalls 6,7 Prozent betragen. Von den 3.086 Arbeitslosen im Juli wurden 1.102 von der Arbeitsagentur und 1.984 vom Jobcenter betreut. Der Anstieg der Arbeitslosigkeit im Juli entfiel gleichermaßen auf beide Rechtskreise. Der deutlichste Anstieg ist im Bereich der unter 25-Jährigen zu verzeichnen. Hier wurden 41 oder rund 12 Prozent mehr als im Juni gezählt, jedoch lag der Wert noch immer rund 2 Prozent unter dem Vorjahreswert.
Die Arbeitskräftenachfrage lag im Juli mit 349 neu gemeldeten Stellen um rund 6 Prozent höher als im Vorjahr. Der Stellenbestand erhöhte sich jedoch um rund 7 Prozent auf 1.313. Auf den regionalen Arbeitsmärkten im Bezirk der Mainzer Arbeitsagentur kam es ebenfalls überall zu einer Erhöhung der Arbeitslosigkeit. Die Quoten verhielten sich gegenüber dem Vormonat wie folgt: Im Gesamtbezirk von 4,4 auf 4,6 Prozent, in der Stadt Mainz von 5,1 auf 5,4 Prozent und im Landkreis Alzey-Worms von 3,4 auf 3,7 Prozent. Im Landkreis Mainz-Bingen stieg der Wert gegen über dem Juni von 3,3 auf 3,5 Prozent und in der Stadt Worms von 6,5 auf 6,7 Prozent.