Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus und Mahnung vor rechten, fremdenfeindlichen Strömungen
Erinnerung darf nicht enden
Oberbürgermeister Michael Kissel und Vertreter der Lebenshilfe legten Blumen und einen Kranz am Mahnmal für die Opfer des Faschismus nieder. Foto: Gernot Kirch
Von Gernot Kirch Am 27. Januar befreite die Rote Armee aus Russen, Ukrainern und Weißrussen das NS-Vernichtungslager Auschwitz. Seit 1996 ist der 27. Januar in Deutschland der bundesweite Gedenktag für die Opfer des Nazi-Terrors. Der ehemalige Bundespräsident Roman Herzog führte den Tag ein und begründete dies unter anderem damit, dass die Erinnerung nicht enden darf und Wachsamkeit vor rechten Strömungen geboten sei.
Am Mittwochmorgen legten Oberbürgermeister Michael Kissel sowie Vertreter der Lebenshilfe einen Kranz am Wormser Mahnmal für die Opfer des Faschismus am Lutherring nieder. Der Stadtchef erinnerte hier an die weit über sechs Millionen ermordeten Juden, Homosexuelle, Behinderte, Oppositionelle, Christen sowie an die Sinti und Roma. Gleichzeitig betonte er, dass eine Mahnung zur Wachsamkeit vor rechten Strömungen heute notwendiger sei denn je. OB Kissel sprach hier auch die Pegida-Bewegunge in Dresden an und richtet seinen ablehnenden Blick auf die AfD, die mit ihren Aussagen Angst in der Bevölkerung verbreite. Die Wähler sollten der AfD bei den rheinland-pfälzischen Landtagswahlen am 13. März keine Chance geben. Abschließend bedankte sich der Stadtchef bei den vielen Helfern in Worms, die sich bei der Integration der Flüchtige aus Syrien so engagiert einsetzten.