Zahlreiche Vertreter aus allen Bereichen der Gesellschaft – wie Politik, Wirtschaft, Kirchen und Glaubensgemeinschaften – waren der Einladung von Ministerpräsidentin Malu Dreyer gefolgt, um in der Staatskanzlei eine gemeinsame Erklärung für Toleranz und Weltoffenheit zu unterzeichnen.
Zu den Unterzeichnern gehört auch der Wormser Oberbürgermeister Michael Kissel als Vertreter des Städtetages. „Die Geschehnisse in Paris sind nicht nur als Angriff auf die Meinungs-, Presse- und Religionsfreiheit zu werten, sondern sie waren ein Angriff auf die zentralen Werte unserer offenen und freiheitlichen Gesellschaft“, betont der Wormser Stadtchef. Keine Religion der Welt dürfe als Rechtfertigung für solche Taten herhalten. Aber: „Solche Akte dürfen auch nicht dazu genutzt werden, Vorbehalte in der Mehrheitsgesellschaft gegenüber Andersgäubigen oder Andersdenkenden aufzubauen und Ängste zu schüren“, so OB Kissel. Gerade im Hinblick auf den NPD-Eklat im Wormser Stadtrat vor wenigen Tagen gelte es, den demokratischen Gedanken zu verteidigen. „Wir können und wollen solche Äußerungen, wie wir sie jüngst in Worms erlebt haben, nicht dulden“, betont der OB.
Bündnis für Toleranz und Weltoffenheit
Mit dem Bündnis für Toleranz und Weltoffenheit soll deutlich gemacht werden, dass die Werte offener Gesellschaften verteidigt werden müssen. Meinungs-, Presse- und Religionsfreiheit seien fundamentale Werte unserer Gesellschaft, machte die Ministerpräsidentin bei der Unterzeichnung deutlich. Alle Demokraten müssten ihre Stimme gegen Angriffe auf diese Werte erheben.
„Je mehr Menschen sich beteiligen, umso stärker wird unsere Stimme gegenüber solchen Gruppierungen“, ruft Oberbürgermeister Kissel auch die Bürger und Institutionen in Worms dazu auf, sich dem Bündnis anzuschließen.
Interessierte können dem Bündnis online unter www.rlp.de, Rubrik Ministerpräsidentin, Staatskanzlei, Stichwort Bündnis für Toleranz, beitreten und dort auch die gemeinsame Erklärung herunterladen.