Katastrophenszenario: Große Einsatzübung der Werkfeuerwehr von Röhm sowie der Feuerwehren der Städte Worms und Gernsheim
Ernstfall geprobt
Groß angelegte Übungen wie diese sind unerlässlich, um die Zusammenarbeit der beteiligten Einsatzkräfte effektiv und erfolgreich zu gestalten. Foto: Röhm GmbH
Ein Leck an einem Ammoniak-Frachtschiff, Gas tritt aus und eine verletzte Person befindet sich an Deck. Diese Meldung ist am Samstag bei der Feuerwehr der Stadt Worms eingegangen. Ein Übungsszenario. Trotzdem rückten die alarmierten Truppen in voller Mannstärke umgehend zum Röhm Standort aus.
Neben der Werkfeuerwehr des Chemieunternehmens und den Einsatzkräften der Feuerwehr der Stadt Worms, rückte auch die Freiwillige Feuerwehr Gernsheim mit ihrem Löschboot „Hecht“ an. Bei der großangelegten Übung waren rund 50 Feuerwehrleute im Einsatz.
„Zu unserem Sicherheitskonzept gehören regelmäßige Übungen,“ berichtet Standortleiter Robert Weber. „Das ist nicht nur sinnvoll, um den Umgang mit dem Turbolöscher und anderem Gerät zu trainieren. Im Ernstfall kommt es auch auf eine reibungslose Zusammenarbeit mit den benachbarten Feuerwehren an – dabei hilft es, wenn alle die Begebenheiten und Abläufe kennen.“
Die schnelle Information und Verteilung der Aufgaben unter den verschiedenen Einsatzkräften hat auch dieses Mal sehr gut geklappt: Ein Dummy an Deck des Frachtschiffs, der die verletzte Person darstellte, wurde schnell gerettet und in einen Rettungswagen gebracht. In der Zwischenzeit dichteten zwei Feuerwehrmänner in Vollschutzanzügen das Leck ab, die austretenden Dämpfe wurden mit einem Wasserschleier niedergeschlagen. Das Frachtschiff wurde von der HGK Shipping zur Verfügung gestellt. „Bis zum Übungsbeginn waren den Einsatzkräften und auch den Verantwortlichen am Standort nicht bekannt, dass es sich um ein ausgedachtes Katastrophenszenario handelt“, berichtet Heiko Achenbach, Technischer Einsatzleiter des Röhm Standorts in Worms. „Unser Ziel ist es, so nah so realistisch wie möglich zu sein.“
Davon konnten sich auch die Bürgermeisterin der Stadt Worms Stephanie Lohr und der Leiter der Berufs- und Freiwilligen-Feuerwehr Worms Klaus Feuerbach überzeugen. "Die technische und personelle Professionalität hat uns begeistert. Wir haben den Eindruck bestätigt bekommen, dass die Werkfeuerwehr für den Ernstfall gut vorbereitet ist", lautete Lohrs positives Fazit, nachdem das Übungsszenario nach knapp zwei Stunden abgearbeitet worden war.