Fr., 02. August 2013, 14:51 Uhr
Erste Schritte in vielseitigem Betätigungsfeld
Es ist ein völlig neuer Lebensabschnitt, der für neun junge Menschen am 01. August bei der Stadtverwaltung begonnen hat. Sieben junge Frauen und ein junger Mann haben an diesem Tag ihre Ausbildung bei der Stadt begonnen. Eine weitere Mitstreiterin, Maike Rausch, wird die Verwaltung ein Jahr lang als FSJlerin unterstützen. Noch ist für die Jugendlichen alles neu und ungewohnt, das große Verwaltungsgebäude gleicht einem Labyrinth. Doch die ersten vier Tage können die neuen Auszubildenden dazu nutzen, sich gegenseitig kennenzulernen und sich ein wenig in der neuen Umgebung zu orientieren. Erst danach beginnt der „Ernst des Lebens“.
„Wie Sie noch feststellen werden, bietet die Stadt Worms als kreisfreie Stadt ein sehr vielseitiges Betätigungsfeld“, erklärte Bürgermeister Georg Büttler, der die Jugendlichen im Rathaus begrüßte und in ihrem neuen Umfeld willkommen hieß.
Auch wenn nun noch alles neu und fremd sei, bei Ausbildungsleiter Michael Wilde seien die Auszubildenden in guten Händen, versicherte der Bürgermeister. Wichtig sei es, die Ausbildung zu Ende zu bringen. „Ohne eine abgeschlossene Ausbildung stehen die Chancen auf dem Arbeitsmarkt schlecht“, betonte Büttler. Gleichzeitig warb der Bürgermeister für Weiterbildung. „In dieser Hinsicht stehen Ihnen bei uns alle Möglichkeiten offen.“
Trotz aller Aufregung fanden auch die Auszubildenden selbst lobende Worte für ihren Ausbildungsbetrieb: „Wir sind hier sehr warmherzig in Empfang genommen worden“, berichtete Marlena Brose.
Auftakt mit Orientierungslauf
Bleibt dennoch die Frage nach der Orientierung: Das Rathaus am Marktplatz, die anderen, in der Stadt verteilten Dienstgebäude, das alles gilt es nun kennenzulernen. Um den Start zu erleichtern, bietet die Stadtverwaltung ihren neuen Azubis seit 2012 einen „Orientierungslauf“ der besonderen Art. Im Rahmen einer etwa dreistündigen „Stadtrallye“ sollen die Jugendlichen etliche Fragen rund um ihren Ausbildungsbetrieb beantworten. Dem umfangreichen Fragebogen ist ein Stadtplan beigefügt, auf dem die unterschiedlichen Standorte der Dienstgebäude eingezeichnet sind. „Bloß nicht verlaufen“, lautet die Devise für die Azubis. Ausbildungsleiter Wilde erklärt, was zu tun ist. „Wie sind die Öffnungszeiten des Bürgerbüros Soziales?“ „Was kostet eine Trauung in Worms?“ „Nenne drei Abteilungen, die im Verwaltungsgebäude Adenauerring untergebracht sind.“
Die Jugendlichen haben alle Hände voll zu tun, sämtliche Antworten zusammenzutragen. Doch nicht nur das „Dienstliche“ wird abgefragt, auch Verpflegungsmöglichkeiten rund um das Rathaus sollen ausgekundschaftet werden: Orientierung in allen Bereichen steht auf dem Programm. „Eine super Idee, um sich ein wenig zurechtzufinden“, sind sich die jungen Leute einig.