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  • Mi., 20. September 2023, 14:53 Uhr
    MIGRATION: Broschüre für mehrsprachige Gesundheitsversorgung in Worms vorgestellt

    Erster „Wegweiser Gesundheit“ für Migranten

    Bürgermeisterin Stephanie Lohr und Mitglieder des Beirats für Migration und Integration freuen sich über die neue Broschüre. Foto:  Stadt Worms


    Am Dienstag, dem 19. September, wurde im Rathaus der Stadt Worms die Broschüre „Wegweiser Gesundheit“ für Migrantinnen und Migranten vorgestellt.  In den Sprachen Deutsch, Somali, Arabisch, Russisch, Türkisch, Persisch (Farsi) und Englisch bietet der Wegweiser allgemeine Informationen zu Notrufnummern und ein Verzeichnis von Ärzten sowie Therapeuten verschiedener Fachrichtungen. Der Broschüre ist auch zu entnehmen, in welcher Praxis welche Sprachkenntnisse vorhanden sind. Die Kontaktdaten wurden durch gezielte Abfrage in den Praxen ermittelt und von den Beauftragten für Migration und Integration zusammengestellt. Die Stadt Worms geht damit einen weiteren, wichtigen Schritt zur Förderung der Integration und Chancengleichheit im Gesundheitswesen.

    Die Wegweiser werden bei Integrationskursträgern und Migrationserstberatungsstellen, im Rathaus, in der Ausländerbehörde und der Volkshochschule erhältlich sein. Auch an die Ärzte, das Klinikum, Rettungsdienste, Seniorenbegegnungsstätte und Migrantenvereine werden Exemplare geschickt. In den nächsten Wochen erfolgt zudem eine Veröffentlichung auf der Homepage der Stadt Worms. Die Broschüre kann zudem digital per E-Mail bei Sabine Müller (sabine.mueller@worms.de) angefordert werden.

    Diversität herausfordernd

    Die kulturelle, sprachliche und religiöse Vielfalt der Stadt Worms ist Teil der Geschichte der Stadt, die zu den ältesten Städten in ganz Deutschland zählt. Doch die sprachliche Diversität ist auch eine Herausforderung im Alltag, insbesondere für diejenigen, die (noch) nicht über ausreichende Deutschkenntnisse verfügen.

    Die Integrationsbeauftragte Sabine Müller betont: „Vertrauen ist eine entscheidende Grundlage für den Heilungsprozess, gerade im Verhältnis zwischen Patienten und medizinischem Fachpersonal. Sprachbarrieren können dieses Vertrauen jedoch beeinträchtigen.“

    Große Resonanz des Fachpersonals

    Bürgermeisterin Stephanie Lohr ergänzt: „Die große Resonanz seitens des medizinischen Fachpersonals auf unsere Anfrage hat uns sehr gefreut und zeigt, dass gerade im Gesundheitswesen inzwischen viele Menschen mit Migrationshintergrund arbeiten und das System stärken. Die Vielfalt der Sprachenkenntnisse ist beeindruckend und trägt zur kulturellen Bereicherung unserer Stadt, aber auch zur Bewältigung des Fachkräftemangels bei.“

    Zeichen der Integration

    Die Stadt Worms setzt durch den Wegweiser nach eigenen Angaben ein deutliches Zeichen für die Förderung von Integration und Chancengleichheit im Gesundheitswesen und unterstreicht ihr Engagement für eine vielfältige und inklusive Gesellschaft.

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